Sara Gambetta hat im Bundesleistungszentrum Kienbaum für die Hallen-EM der Leichtathleten in Torun in Polen trainiert.
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Sara Gambetta hat im Olympiastützpunkt Kienbaum für die EM der Leichtathleten in Torun in Polen trainiert (Symbolbild)

Training im Olympiastützpunkt

Hallen-EM in Torun: Kugelstoßerin Sara Gambetta aus Rimbach will um Bronze-Medaille mitstoßen

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Das Trainingslager in Kienbaum hat Sara Gambetta Mut gemacht. Den Schwung will die Kugelstoßerin mit zur Hallen-EM ins polnische Torun nehmen. Die sonst eher zurückhaltende Athletin aus Schlitz-Rimbach gibt sich kämpferisch: „Ich möchte um Bronze mitstoßen.“ 

Am Mittwoch reiste die Stoß-Delegation des Deutschen Leichtathletik-Verbandes mit dem Kleinbus direkt vom Trainingslager in Kienbaum ins polnische Torun. Donnerstagabend (19.15 Uhr) steht die Qualifikation an, am Freitag das Finale (19.06 Uhr).

Die Stimmung ist bei Sara Gambetta prächtig. Das Trainingslager hat ihr gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg und in guter Form ist. Qualitativ hochwertige Stöße, alle auf Weite, standen auf dem Programm, eine leichte Krafteinheit, um die Spannung im Körper aufrecht zu erhalten und zwei Trainingswettkämpfe. „Die liefen ziemlich gut. Ich bin guter Dinge“, sagt die 28-Jährige entspannt. (Lesen Sie hier: Kugelstoßerin Sara Gambetta aus Rimbach peilt EM-Norm an)

Schlitz: Sara Gambetta will Bestleistung von 18,18 Metern steigern

17 Kugelstoßerinnen aus zwölf Ländern kämpfen in Torun um die Medaillen. Ehe es ins Finale geht, muss Donnerstagabend das Pflichtprogramm bewältigt und die Qualifikationsnorm von 18,40 Metern gestoßen werden. Sollten dies weniger als zwölf Athletinnen schaffen, wird aufgefüllt.

Mit ihrer Hallenbestleistung von 18,18 Metern nimmt Sara Gambetta im Ranking die achte Position ein. Doch die 28-Jährige weiß, dass sie mehr drauf hat. Das möchte die Lehramtsstudentin zeigen. Mit der Portugiesin Auriol Dongmo (19,65 m) und der WM-Dritten Christina Schwanitz (LV Erzgebirge, 19,11 m) haben lediglich zwei Europäerinnen in diesem Jahr die 19-Meter-Marke geknackt. „Die werden Gold und Silber unter sich ausmachen“, ist sich Sara Gambetta sicher.

Sara Gambetta: Kugelstoßerin hat EM-Bronze im Visier

Der Kampf um die Bronzemedaille sei dagegen offen. „Es ist von der Tagesform abhängig, wer die dritte Medaille mitnimmt.“ Im realistischen Kampf um EM-Bronze hat sie fünf Mitstreiterinnen auf dem Schirm. Die Medaille gehe an die, die „die Nerven zusammen hat und über sich hinauswächst“. Das traut sie sich zu. Hätte sie dieses Ziel nicht vor Augen, dann „bräuchte ich nicht hinzufahren“.

Das Trainingslager im Olympiastützpunkt Kienbaum, gut 40 Kilometer östlich von Berlin, war für Sara Gambetta „Gold wert“. Erstens brauchte sie sich um nichts zu kümmern. „Es sind kurze Wege zum Training, du musst nicht selbst kochen oder einkaufen und kannst zudem auch zweimal zum Physio gehen, wenn du es brauchst“, nennt sie den logistischen Vorteil. Zweitens vergrößerte sich die Trainingsgruppe auf fünf Athletinnen, darunter mit der 35-jährigen Christina Schwanitz Deutschlands Vorzeige-Kugelstoßerin, was für zusätzliche Motivation sorgt. Und drittens lieferte die WM-13. eine richtig gute Leistung ab, was sie persönlich sehr genossen und gebraucht habe. Alles in allem kam sie zu dem Fazit: „Das hat Laune gemacht!“ Denn gerade in den letzten Wettkämpfen haderte Gambetta mit der Technik und ihren Weiten, die beim Einstoßen viel besser waren als im Wettkampf.

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