Doha, IAAF, Leichtathletik, athletics, Track and Field, World athletics Championships 2019 Doha, Leichtathletik WM 2019
+
Sara Gambetta knackt die Olympia-Norm im Kugelstoßen.

Sieg im Europacup

Olympianorm geknackt: Sara Gambetta stößt die Kugel mit 18,86 Metern in neue Dimensionen

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
    schließen

Paukenschlag zum Saisonstart: Sara Gambetta aus Schlitz-Rimbach gewinnt den Europacup im Kugelstoßen in Split, übertrifft gleich dreimal die Olympianorm von 18,50 Metern und sendet mit ihren superstarken 18,86 Metern einen Warnschuss an die Konkurrenz.

Split/Fulda - „Ich bin mega happy“, so der erste Kommentar der 28-Jährigen, die einen Traumstart in die Olympiasaison hinlegte. Um 40 Zentimeter überbot sie ihre bisherige Bestleistung. Und es hätte sogar noch mehr sein können: „Ich hatte mit den 19 Metern geliebäugelt. Die waren zum Greifen nah“, sagt die Athletin des SV Halle, die aus Schlitz-Rimbach im Vogelsbergkreis stammt.

Nach ihrem sechsten Rang bei der Hallen-EM im polnischen Torun (18,43 m, Hallen-Bestleistung), erklärte Sara Gambetta mit Blick auf die 19,04 Meter der Bronzemedaillengewinnerin Christina Schwanitz (Erzgebirge), solch eine Leistung traue sie sich auch zu – aber nicht in der Halle. Nun hat die Lehramtsstudentin den ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Gleich im ersten Durchgang katapultierte sie sich beim Europacup mit 18,51 Meter an die Spitze des Feldes und knackte die Norm für Olympia. „Das hat mich mega gefreut, der Druck war weg.“ Endlich konnte die Rimbacherin im Wettkampf das zeigen, was sich im Training und beim Einstoßen schon angedeutet hatte. Und sie legte nach. 18,74 Meter folgten im zweiten Versuch und dann die Siegesweite von 18,86 Meter im dritten Durchgang.

Olympianorm geknackt: Sara Gambetta aus Schlitz-Rimbach stößt die Kugel in neue Dimensionen

Rang zwei belegte die Favoritin Aliona Dubitskaya (Weißrussland, 18,79 m) vor der Türkin Emel Dereli (18,29 m). Fünfte wurde zweite deutsche Starterin Katharina Maisch (LV Erzgebirge, 17,79 Meter).

Die Weitenjagd geht am kommenden Wochenende weiter. Dann hat Sara Gambetta bei den Halleschen Werfertagen ein Heimspiel, bei dem die Europacup-Siegerin ihre Leistung bestätigen möchte. Ob sie nun aus dem Schatten der Ex-Weltmeisterin Christina Schwanitz getreten ist, diesbezüglich hält sich Sara Gambetta noch etwas zurück, sagt nur so viel: „Bei den Deutschen Meisterschaften wird der Wettkampf spannender werden als früher.“ 

Der deutsche Speerwurf-Rekordler Johannes Vetter gewann in Split den Speerwurf (91,12 m) vor Andrian Mardare (Moldau, 86,66 m).

Das könnte Sie auch interessieren