Neuer Trainer im Königreich, sobald der Ball rollt: Bardo Hirsch, der zuletzt in Schlüchtern tätig war.
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Neuer Trainer im Königreich, sobald der Ball rollt: Bardo Hirsch, der zuletzt in Schlüchtern tätig war.

Philosophie-Wechsel

Bardo Hirsch wird neuer Trainer bei SV Buchonia Flieden - „Von vorneherein eine Respektsperson“

  • Steffen Kollmann
    vonSteffen Kollmann
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Der SV Buchonia Flieden hat seinen Nachfolger für den zurückgetretenen Zlatko Radic gefunden. Bardo Hirsch wird neuer Trainer des Hessenligisten und übernehmen, sobald der Spielbetrieb wieder los geht.

Flieden / Fulda - „Uns war es wichtig, einen Trainer zu bekommen, der sofort zur Verfügung steht, die nötige Lizenz mitbringt sowie von vornherein eine Respektsperson ist. Diesen Status muss sich Bardo nicht erst noch erarbeiten“, nennt Abteilungsleiter Martin Hohmann Gründe für die Personalentscheidung. Respektsperson sei der 58-Jährige vor allem aufgrund seiner Reputation als Spieler und Trainer. Unter Hohmann spielte Hirsch für Borussia Fulda in der Regionalliga. Als Übungsleiter verantwortete er den TSV Lehnerz in der Verbandsliga, Borussia Fulda, den SV Maberzell, die SG Schlitzerland sowie zuletzt bis Oktober 2019 die SG Schlüchtern in der Gruppenliga. (Lesen Sie hier: 19-Jähriger coacht bald in der Hessenliga: Bastian Stumpf wird neuer Trainer der U 15 von Viktoria Fulda)

Erfahrungen als Hessenliga-Coach bringt Hirsch, der bis Ende der Saison 2021/22 zugesagt hat, nicht mit – für Hohmann kein Problem: „Es sei die Frage erlaubt, wer hier in der Region schon einmal in der Hessenliga trainiert hat, nicht aber irgendwo anders im Wort steht oder kein Amt mehr übernehmen will. Da gibt es eine Handvoll“, unterstreicht der Abteilungsleiter, der als enger Freund des neuen Trainers gilt: „Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, ihn zu uns zu holen. Zumal ich nicht allein entschieden habe. Bardo kennt die Spieler noch nicht, für jeden geht es bei null los.“ Co-Trainer Markus Kullmann, Torwarttrainer Bernd Doering und Athletiktrainer Daniel Pfeiffer werden dem neuen Coach weiterhin zur Verfügung stehen.

Neuer Trainer bei Buchonia Flieden: Bardo Hirsch hat keine Hessenliga-Erfahrung aber auf anderen Gebieten

Hirsch soll – auch aufgrund seiner Erfahrungen als Jugendtrainer beim Haimbacher SV – einen Philosophiewechsel vorantreiben. Die Buchonia möchte künftig vermehrt auf eigene Jugendspieler bauen und eine höhere Durchlässigkeit generieren. Auch deshalb wird Stephan Schmidt im Sommer vom A-Jugend- zum Reserve-Trainer befördert. Mit Daniel Flauger, Ricardo Hoffmann, Yannik Kress, Jonathan Kreß, Eric Larbig, Steven Maechtel, Justin Odenwald und Lennart Pappert rücken acht der neun Nachwuchsspieler, die der Jugend entspringen, in den Seniorenbereich auf, hinter dem neunten steht noch ein Fragezeichen. Abgänge hat die Reserve bis auf Spielertrainer Andreas Drews (geht nach Künzell) keine zu verzeichnen.

„Nach dem hoffentlich erreichten Klassenerhalt wollen wir in der übernächsten Saison versuchen, in die Gruppenliga aufzusteigen. Es wäre zudem wünschenswert, dass wir jedes Jahr mindestens einen, besser zwei eigene Jugendspieler in die erste Mannschaft durchbringen“, betont der Stellvertretende Vorsitzende Frank Happ, der noch nach Schmidts Nachfolger für das A-Junioren-Verbandsligateam fahndet.

Neuer Trainer bei Buchonia Flieden soll Philosopohiewechsel vorantreiben - nur ein Neuzugang

Aufgrund des Philosophiewechsels ist es möglich, dass es zur neuen Saison nur einen externen Neuzugang geben wird. Wie bereits kolportiert kehrt Lukas Hagemann vom VfB Oberndorf nach Flieden zurück. Der 22-Jährige passe nicht nur menschlich perfekt ins Königreich, sondern sei „ein Stoßstürmer, wie wir ihn mit Fabian Schaub derzeit nur einen weiteren haben. Er ist die ideale Ergänzung mit oder zu Fabi“, sagt Hohmann. (Lesen Sie hier: SG Barockstadt: Leistungsträger geben ihre Zusagen - Patrick Schaaf und Dennis Müller verlängern für zwei Jahre)

Bis auf zwei, drei Fragezeichen – zum Beispiel könnte für Mittelfeldspieler Aaron Neu ein Auslandssemester anstehen – bleibt der Kader erhalten, so dass für die Verantwortlichen kein größerer Bedarf für Verstärkungen besteht. Es sei denn, Leistungsträger verlassen den Verein. Zuletzt gab es Gerüchte um einen Abgang von Fabian Schaub. „Ich bin überzeugt, dass Fabi bleibt. Aber klar: Wenn wir wichtige Personen verlieren – womit wir nicht kalkulieren –, werden wir tätig werden“, so Hohmann.

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