Meisterschaft des TSV Schmalnau in 2009
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Sein letzter Meistertitel: 2009 gewann der TSV Schmalnau unter dem Trainer Thomas Hack die Meisterschaft in der B-Klasse.

Als einst Gladbach lockte

Ex-Fußballer Thomas Hack steht vor allem für eines: Tore, Tore, Tore

  • Ralph Kraus
    vonRalph Kraus
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Thomas Hack gehört zu den erfolgreichsten Stürmern, die die Region Fulda jemals hervorbrachte. Über zwei Jahrzehnte traf der heute 54-Jährige wie er wollte – und das auf höchstem Niveau.

Engelhelms - Schon die nackte Bilanz liest sich überragend: 124 Mal traf Hack für Borussia Fulda, 32 Mal für Hessen Hersfeld, dazu kommen 51 Tore im Trikot von Germania Fulda, insgesamt 46 Treffer für den FV Steinau und 65 Tore gelangen ihm für den RSV Petersberg – macht zusammen 318 Treffer alleine in der Verbands- oder Hessenliga. Nimmt man die unterklassigen Tore aus dem Herbst der Karriere mit dazu, dann kam Hack auf weit über 400 Tore im Seniorenbereich.

„Und das alles nur wegen Stephan Walter“, schmunzelt Hack heute. Der hatte Hack einst entdeckt und in die damals starke Jugend von Germania Fulda geholt. „Walter war das Beste, was mir damals passieren konnte. Er war ein herausragender Trainer in der Jugend“, schaut Hack zurück.

Tolle Stadionatmosphäre

„Tolle Zeiten“ seien es gewesen, sagt Hack über seine Laufbahn, in der er als junger Kerl 1985 mit dem Wechsel zu Borussia Fulda seine ersten „großen“ Erfahrungen sammelte. „Das war schon etwas ganz Besonderes, wenn ich daran denke, dass ich plötzlich mit Leuten wie Uwe Pallaks, Klaus Hofmann, Peter Fritz oder Richard Nix zusammengespielt habe. Und dann war da ja auch die prima Atmosphäre im Stadion“, erinnert sich Hack, der noch genau weiß, gegen wen er sein erstes Tor schoss. „Das war gegen Eintracht Haiger. Die waren damals eine große Nummer. Das war sogar ein Kopfball“, lacht Hack, der seine Stärken in seiner unglaublichen Schnelligkeit hatte.

Dass er einst zwei Angebote von Borussia Mönchengladbach ausschlug, hat Hack nie bereut. „Die Erinnerung daran bleibt unvergessen. Schließlich war ich zwei Mal mehrere Tage dort zum Probetraining.“ Warum er den Gladbachern absagte? „Uwe Rahn war damals Torschützenkönig der Bundesliga und Fußballer des Jahres. Igor Belanow sogar Europas Fußballer des Jahres und dann war da noch Hans-Jörg Criens. Wo hätte ich da spielen sollen?“, so Hack.

Trainer als prägender Faktor

Herausragende Trainer hatte Hack einige. „Allen voran Jürgen Krawczyk und Kurt Kowarz. Krawczyk hat so ein super Training gemacht, dass alle topfit waren. Das war bei Kowarz auch der Fall. Bei ihm hat mir imponiert, dass er nicht viel geredet hat, aber immer alles im Griff hatte.“

Verrückte Spiele, aber auch schmerzhafte Niederlagen prägten seine Karriere. „Unvergessen bleibt ein Sieg mit dem FV Steinau im Verbandsliga-Aufstiegsjahr in Schrecksbach. Da haben wir bis zur 90. Minute 0:1 hinten gelegen, ehe Fred Schaub und ich das Spiel mit unseren Toren noch gedreht haben. Die bitterste Niederlage war das 0:7 auf Asche beim SV Wehen. Da haben wir gegen eine super Truppe sieben Tore in einer Halbzeit bekommen“, weiß Hack noch genau.

Thomas Hack (links) im Trikot von Germania Fulda beim 1995 stattfindenden Duell gegen Willingen. (Archivbild)

Auch heute noch in Engelhelms zu Gast

Eine harte Zeit brach an, als sich schweren Verletzungen häuften. 1994 brach sich Hack bei Borussia Fulda binnen kürzester Zeit zwei Mal das Wadenbein an der gleichen Stelle, 1998 setzte ihn ein Kreuzbandriss beim FV Steinau erneut fast eine ganze Saison außer Gefecht.

Heute sieht man Hack übrigens als Besucher regelmäßig bei seinem Heimatverein SV Engelhelms und den Spielen der SG mit Nachbar Edelzell. „Weil es mir Spaß macht. Da mag spielerisch durchaus was fehlen, aber das ist ehrlicher Fußball von der ersten Minute an“, so Hack. Abhalten können ihn vom sonntäglichen Sportplatzbesuch nur die Töchter Lisa-Marie und Franka. „Die beiden reiten Turniere und wenn da am Wochenende was ansteht, dann geht die Familie vor.“

Thomas Hacks einzigartige Laufbahn

Früh wurde Germania Fulda auf den Angreifer aufmerksam und so wechselte Hack zur B-Jugendzeit von seinem Heimatclub SV Engelhelms an den Gallasiniring. Mit 18 Jahren ging Hack als junger Kerl zu Borussia Fulda. Die Borussia war da gerade (1985) in die Hessenliga aufgestiegen. Sein erster Trainer auf diesem Niveau war Bernd Zimmer.

In vier Jahren bei der Borussia schoss Hack knapp 70 Tore, was Bundesligist Borussia Mönchengladbach auf den Plan rief. Hack aber entschied sich für einen Wechsel zu Hessen Hersfeld, wo er mit 32 Treffern Torschützenkönig der damals noch viertklassigen Landesliga Nord wurde.

Nach nur einer Saison kehrte Hack zur Spielzeit 1990/1991 in die Johannisau zurück. Jetzt hatte er unter anderem Jürgen Krawczyk und Uli Sude als Trainer. 51 Tore gelangen Hack in seiner zweiten Zeit bei der Borussia, ehe er sich das Wadenbein brach und lange ausfiel.

1994 folgte dann der Wechsel zu Germania Fulda. Am Gallasiniring war man zu dieser Zeit mit der Nummer zwei in der Region nicht zufrieden und wollte Borussia Fulda angreifen. 19 Tore schoss Hack in seiner ersten Saison, in der zweiten Spielzeit wurde er mit 32 Treffern erneut Torschützenkönig der Landesliga. Doch zum Aufstieg in die Hessenliga reichte es in der Glanzzeit des FSV Germania aber nicht.

So verschlug es Hack 1996 zum FV Steinau. Hier wurde sein Wunsch vom Titel wahr. 18 Treffer steuerte Hack bei den Steinauern zur Meisterschaft in der Verbandsliga bei. 24 Mal traf Hack im Folgejahr für Steinau in der Hessenliga, schaffte mit dem Team Rang acht und somit die beste Platzierung der Steinauer Vereinsgeschichte. Es folgte ein Kreuzbandriss, der Steinauer Abstieg und 1999 eine abermalige Rückkehr zu Borussia Fulda, die aber wegen seiner Knieverletzung nach einem halben Jahr endete.

Von Januar 2000 bis 2003 spielte Hack dann für den RSV Petersberg. 65 Tore schoss der Angreifer in dieser Zeit – Sturmpartner waren nun zunächst Toni Bock und später dann Youngster Boris Aschenbrücker.

Was folgte war die Laufbahn als Trainer und Spielertrainer. 2003 übernahm Hack für zwei Jahre den SV Welkers, führte diesen zwischenzeitlich an die Spitze der Kreisoberliga Süd. Nach einem kürzeren Intermezzo beim SV Hofbieber (gemeinsam mit Thomas Flügel) folgte Hack dem Ruf des TSV Schmalnau, dem er sich 2007 anschloss. Schmalnau war gerade in die B-Klasse abgestiegen. Hier gelang unter Hack der komplette Neuaufbau, der mit der Meisterschaft 2009 in der B-Liga Fulda/Rhön mündete. Als er dann 2010 mit Rang acht in der A-Liga Fulda mit Schmalnau den Klassenerhalt schaffte, war seine Mission erfüllt.

Zum Abschluss spielte und trainierte Hack noch bei seinem Heimatclub SV Engelhelms, ehe er nach 32 Jahren Seniorenfußball seine Karriere endgültig beendete.

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