Fan Bo Meng (links) und Ruwen Filus unterlagen im Doppel.
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Fan Bo Meng (links) und Ruwen Filus unterlagen im Doppel.

Heimspiel gegen Zugbrücke Grenzau

Sechste Niederlage in Folge: Maberzeller Tischtennis-Spieler maßlos enttäuscht

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Die zwei Punkte gegen Grenzau hatte Maberzell eingeplant. Quadri Arunas verletzungsbedingter Ausfall verhinderte dies, zumal das Doppel Ruwen Filus/Fan Bo Meng erfolglos blieb. Aleksandar Karakasevic führte Grenzau zum 3:2-Sieg.

Fulda - Fassungslos und maßlos enttäuscht saßen Maberzells Spieler samt Cheftrainer Qing Yu Meng nach dem Spiel in der Box. Alle waren bedient. Die sechste Niederlage in Folge kassierte der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell nun schon in der Tischtennis-Bundesliga. Das zehrt an den Nerven, nagt am Ego. Und das ausgerechnet noch im Heimspiel gegen den Vorletzten TTC Zugbrücke Grenzau.

„Wir wollten heute den Klassenerhalt sportlich erreichen. Es ist zwar nix passiert, der Ausgang der Partie ist aber sehr ärgerlich“, sagt Ruwen Filus. Vier Punkte Vorsprung hat Maberzell zwar noch auf den Abstiegskandidaten TTC Grenzau. Der nahm aus dem Doppelspieltag vier Punkte mit, während Fulda leer ausging und am Freitagabend in Bergneustadt schon 1:3 unterlag. „Bei noch vier ausstehenden Spielen müsste Grenzau zwei gewinnen und wir keins mehr“, rechnet Filus.

Tischtennis-Bundesliga: Fulda-Maberzell verliert sechstes Spiel in Folge

Dabei begann am Sonntag alles nach Plan. Der Cheftrainer hatte die Aufstellung auf einen 3:1-Sieg ausgerichtet. Zur Pause führte Maberzell durch Punkte von Quadri Aruna (3:2 gegen Cristian Peleta) und Ruwen Filus (3:1 gegen Ioannis Sgouropoulos) standesgemäß mit 2:0. Allerdings zog sich Aruna im fünften Satz seiner Partie eine Adduktorenzerrung am rechten Oberschenkel zu, nahm beim Stand von 5:2 eine Behandlungspause und biss sich danach noch zum 11:6-Sieg durch. Doch das Spitzenspiel musste er wegschenken.

Dann schlug die Stunde von „King Kara“. Aleksandar Karakasevic bezwang Fan Bo Meng, der den ersten Satz noch mit 11:8 dominiert hatte, sich dann aber dem 45-jährigen Fuchs beugen musste und den Faden verlor. „Kara ist gerade für junge Spieler ein sehr unangenehmer Gegner und ein exzellenter Doppelspieler. Gegen Abwehr noch einen Ticken besser“, weiß Filus aus Erfahrung. Gerade im dritten Satz bekam das Maberzeller Doppel die geballte Wucht zu spüren (2:11). Der Druck wuchs. Die 6:4-Führung im vierten Satz brachten Filus/Meng nicht durch, wehrten gegen Karakasevic/Pletea zwar vier Matchbälle ab, ließen selbst aber einen Satzball ungenutzt. Als dann Grenzaus Duo nach einer spektakulären Topspin-Rallye das bessere Ende für sich fand, besorgte der „König“ persönlich den Punkt zum 15:13-Sieg und feierte diesen gebührend mit seinen Teamkollegen.

Die Bundesliga pausiert am kommenden Wochenende und meldet sich dann mit einem strammen Programm zurück. Drei Spiele stehen für den TTC innerhalb von fünf Tagen an gegen Saarbrücken, Neu-Ulm und Ochsenhausen.

Ergebnisse: Quadri Aruna – Cristian Pletea 3:2 (8:11, 11:7, 11:6, 6:11, 11:6), Ruwen Filus – Ioannis Sgouropoulos 3:1 (11:7, 10:12, 14:12, 11:6), Fan Bo Meng – Aleksandar Karakasevic 1:3 (11:8, 9:11, 6:11, 9:11), Aruna – Sgouropoulos 0:3 (Aruna verzichtet verletzungsgbedingt), Filus/Meng – Pletea/Karakasevic 1:3 (8:11, 11:6, 2:11, 13:15).

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