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Tischtennis-Bundesliga: Maberzell trifft auf Neu-Ulm - Hoffnung ruht auf Ruwen Filus

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Von: Angelika Kleemann

Ruwen Filus
Bei dem Spiel gegen Neu-Ulm ruht die Hoffnung des TTC Maberzell auf Ruwen Filus. © Charlie Rolff

Drei Top-Ten-Spieler der Weltrangliste stehen im Aufgebot des TTC Neu-Ulm. Die von der Papierform stärkste Mannschaft der Tischtennis-Bundesliga gastiert am Montag (19 Uhr) in der Hubtex-Arena. Maberzells Cheftrainer Qing Yu Meng glaubt an eine Chance seiner Mannen.

Fulda - Mengs Hoffnung kommt nicht von ungefähr. Der Cheftrainer hat aus gut unterrichteten Kreisen einen Hinweis erhalten, dass von dem Top-Ten-Trio lediglich der Taiwanese Lin Yun-ju aufschlagen wird, während am Sonntag im Pokal-Viertelfinale der Post SV Mühlhausen die geballte Power des TTC Neu-Ulm abbekommen sollte. „Die wollen unbedingt ins Pokal-Final-Four am 8. Januar“, weiß Meng und treten demnach im Heimspiel mit dem stärksten Trio an – also mit Dimitrij Ovtcharov, Truls Moregardh und Yun-ju.

Tischtennis-Bundesliga: Fulda-Maberzell trifft auf Neu-Ulm

Denn die Priorität des Vereins liegt auf der Champions League, für die die Weltklassespieler eingekauft worden sind, und dem Pokal. Die Liga ist derzeit eher zweitrangig. Maximal ein Star läuft auf, ansonsten erhalten die wesentlich kostengünstigeren jungen russischen Kräfte Vladimir Sidorenko, Maksim Grebnev, Lev Katsman und Nikita Artemenko Spielzeiten. (Lesen Sie hier: Maberzell sendet Lebenszeichen - und klettert auf Nichtabstiegsplatz)

Und am Montag soll Lin Yun-ju die Verstärkung sein. Das wäre gut für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Denn Ruwen Filus hat den Taiwanesen bereits zweimal bezwungen. „Der spielt nicht so stark gegen Abwehr“, sagt Meng und wittert darin die Chance. Zumal Filus, der mit zwei Punkten im Kellerderby in Grenzau zum Matchwinner avancierte, derzeit Maberzells bester Mann ist.

„Vielleicht sind von ihm auch wieder zwei Punkte möglich“, rechnet Meng. Einen Dämpfer hat sein Abwehr-Ass allerdings am Mittwoch beim WTT-Contender in Düsseldorf erhalten. Nach Freilos und einem klaren 4:0-Auftaktsieg unterlag der 34-Jährige dem Franzosen Can Akkuzu im Achtelfinale. „Das Spiel hätte er gewinnen müssen“, erklärt der Trainer.

Eine starke Leistung zeigte Fanbo Meng in Düsseldorf. In einem sieben Sätze dauernden Marathonmatch rang der 22-Jährige den Ex-Doppel-Weltmeister Chen Chien-An nieder, was ihm den Respekt seiner Nationalmannschaftskollegen einbrachte. Im Achtelfinale zeigte Fanbo Meng, dass er Spitzenspielern auf Augenhöhe begegnen kann, glich gegen Dimitrij Ovtcharov zum 2:2 aus, unterlag dem Olympiadritten dann aber mit 2:4 in engen Sätzen. Eine Revanche wird es am Montag aus besagten Gründen nicht geben.

Cheftrainer Meng ist am Montag gefordert. Er muss die Aufstellung treffen, damit es zum Match Filus gegen Yun-ju kommt. Sonst sieht es schlecht aus.

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