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Katerstimmung statt 3:0-Sieg: Maberzells Aruna vergibt sechs Matchbälle

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Von: Angelika Kleemann

Gut gespielt und dann das: Quadri Aruna vergab sechs Matchbälle.
Gut gespielt und dann das: Quadri Aruna vergab sechs Matchbälle. © Charlie Rolff

Am Ende steht Maberzell wieder mit leeren Händen da: Statt eines möglichen 3:0-Sieges über Saarbrücken kassierte der TTC eine bittere 2:3-Niederlage und ist nun Fünfter. Ärgerlich, denn Quadri Aruna vergab sechs Matchbälle gegen Patrick Franziska. 

Fulda - An Spannung, Dramatik und hochklassigem Sport ließ das gut dreistündige Match in der Tischtennis-Bundesliga am Sonntagnachmittag nichts zu wünschen übrig. Für den TTC Fulda-Maberzell aber doch: den erhofften und einen durchaus verdienten Heimsieg. Am Ende war es aber fast wie im Hinspiel. Der Ex-Maberzeller Patrick Fanziska gewann beide Spiele, das Doppel besorgte den Rest.

„Wegen einem Punkt zu verlieren, ist schon ärgerlich“, zeigt sich Maberzells Vorsitzender Stefan Frauenholz nach dem dramatischen Match fast schon gefasst. Cheftrainer Qing Yu Meng hatte die Aufstellung des Gegners getroffen, die Partie ließ sich gut an.

Alexandre Cassin überrollte Darko Jorgic mit 3:0. Quadri Aruna lieferte sich mit Patrick Franziska anschließend ein spannendes Match und erarbeitete sich im fünften Satz (10:4) sechs Matchbälle: Die Sensation stand bevor. Doch am Ende triumphierte Franziska, der alle Matchbälle abwehrte, sich dann einen erkämpfte und den prompt verwandelte.

Tischtennis: Sechs vergebene Matchbälle kosten Fulda-Maberzell den Sieg

„Beim 5:10 habe ich eine Auszeit genommen und gemerkt, dass Aruna nervös wird. Er hat gegen mich noch nie gewonnen. Ich habe gekämpft, nie aufgegeben, die Bälle getroffen und viel Glück gehabt“, resümiert Franziska.

Längst hielt es Frauenholz nicht mehr auf dem Sitz. Fassungslosigkeit herrschte sogar unter den Zuschauern und bei Quadri Aruna. „Es ist, wie es ist. Ich hatte meine große Chance, habe gut gespielt und mein Bestes gegeben. Am Ende reichte es dann doch nicht“, sagt der Nigerianer, der nach seiner im Düsseldorf-Spiel vor einer Woche zugezogenen Beinverletzung beschwerdefrei spielen konnte.

Hätte er einen seiner Matchbälle verwandelt, wäre die Partie mit 3:0 ausgegangen, denn im dritten Einzel hielt Ruwen Filus seinen Kontrahenten Tomas Polansky mit 3:0 in Schach.

Aber der Ex-Maberzeller Franziska machte einmal mehr den Unterschied und hatte sogar ein „klein wenig ein schlechtes Gewissen“, wie er selbst einräumte, zumal er in seinem zweiten Spiel sogar Cassin einen Fünfsatzsieg abtrotzte.

Fulda-Maberzell will zurück auf den Play-off-Kurs

Wie im Hinspiel musste das Doppel die Entscheidung bringen. Allerdings stand Maberzells Notformation mit Aruna und Filus gegen das eingespielte Gästedoppel auf verlorenem Posten. Fan Bo Meng wurde nach überstandener leichter Corona-Infektion noch geschont

„Die wichtigen Spiele kommen jetzt“, blickt Frauenholz auf die nächsten zwei Wochen mit vier Spielen. Sollte Maberzell gegen Bremen (Mittwoch) und Grenzau (Sonntag) gewinnen, liegt das Team wieder auf Play-off-Kurs.

Ergebnisse: Alexandre Cassin – Darko Jorgic 3:0 (11:9, 11:8, 11:8), Quadri Aruna – Patrick Franziska 2:3 (11:6, 5:11, 11:8, 6:11, 10:12), Ruwen Filus – Tomas Polansky 3:0 (12:10, 11:5, 11:3), Cassin – Franziska 2:3 (11:6, 9:11, 11:7, 7:11, 9:11), Aruna/Filus – Jorgic/Polansky 0:3 (7:11, 10:12, 9:11). Zuschauer: 250.

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