Alexandre Cassin: Den Namen müssen sich Maberzells Gegner merken.
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Alexandre Cassin: Den Namen müssen sich Maberzells Gegner merken.

Großes Lob für Cassin

Nach Niederlage gegen Saarbrücken: TTC Maberzell setzt auf Heimspiel gegen Bergneustadt

  • Angelika Kleemann
    VonAngelika Kleemann
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Drei Stunden gekämpft, aber am Ende steht Maberzell mit leeren Händen da. Beim grandiosen Einstand von Alexandre Cassin in der Tischtennis-Bundesliga unterlag der TTC RhönSprudel auswärts dem deutschen Vizemeister 1. FC Saarbrücken TT unglücklich mit 2:3. 

Saarbrücken - Die Sensation war gestern Abend zum Greifen nahe, eine Wiederholung des Hinspielcoups der vergangenen Saison stand bevor. Doch dieses Mal musste sich Maberzells Doppel mit Cassin/Fan Bo Meng der Saarbrückener Formation Darko Jorgic/Tomas Polansky mit 1:3 geschlagen geben.

„Jorgic/Polansky sind eingespielt. Wir haben erst ein bisschen trainiert und werden das in den nächsten Tage forcieren“, analysiert Maberzells Vorsitzender Stefan Frauenholz, der besonders mit der grandiosen Leistung des Neuzugangs Alexandre Cassin zufrieden war. „Da haben wir eine Granate geholt. Ich bin mir sicher, er wird die Mannschaft entscheidend weiterbringen.“

Tischtennis-Bundesliga: TTC Maberzell unterliegt Vizemeister Saarbrücken

In der Tat. Nach dem 3:1-Pflichtsieg von Quadri Aruna gegen Tomas Polansky, mit dem er für Maberzell zum 1:1 ausglich, schlug die Stunde des 22-jährigen Franzosen. Gegen den ein Jahr älteren und in der Weltrangliste 118 Plätze vor ihm gelisteten 25. Darko Jorgic ging Cassin ohne Respekt, mutig und clever ans Werk. Er überraschte den Slowenen mit brillanten Aufschlägen und bezwang ihn immer wieder mit seinem schnellen und extrem druckvollen Angriffsspiel.

Schon nach dem ersten Spiel ist klar: Cassin ist nicht nur eine enorme Verstärkung für Maberzell, sondern eine Bereicherung der Liga. „Seit dem Hinspiel im vergangenen Jahr in Maberzell hat Jorgic in der Bundesliga kein Spiel mehr verloren“, verdeutlicht Frauenholz, welche Leistung Cassin vollbracht hat. „Hut ab!“ (Lesen Sie hier: Fan Bo Meng verteidigt Titel als Hessenmeister - Qualifikation für Deutsche Meisterschaften)

Ergebnisse

Patrick Franziska – Ruwen Filus 3:0 (14:12, 11:6, 11:5), Tomas Polansky – Quadri Aruna 1:3 (6:11, 7:11, 11:7, 10:12), Darko Jorgic – Alexandre Cassin 2:3 (7:11, 8:11, 11:5, 11:9, 6:11), Franziska – Aruna 3:0 (13:11, 11:5, 11:8), Jorgic/Polansky – Cassin/Meng 3:1 (7:11, 11:4, 11:3, 11:6).

Die Taktik von Cheftrainer Qing Yu Meng erwies sich gestern als die richtige. Saarbrücken trat wie erwartet ohne Spitzenmann Shang Kun an. Ruwen Filus stand erwartungsgemäß gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Patrick Franziska auf verlorenem Posten und ärgerte sich über seine am Ende steigende Fehlerquote. Aruna hielt Maberzell im Spiel. Dabei gestaltete sich sein 3:1-Sieg gegen Tomas Polansky knapper, als das Ergebnis erahnen lässt. Im vierten Satz hatte der Tscheche beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle. Aruna zeigte sich unbeeindruckt, drehte die Partie und verwandelte seinen ersten Matchball zum Sieg und dem Ausgleich.

Den wichtigen Punkt an drei holte dann Cassin. Daraus schlug Aruna gegen Franziska kein Kapital. Das Doppel musste wie im Hinspiel die Entscheidung bringen. Dieses Mal nicht mit dem besseren Ende für Maberzell.

Der gestrige Auftritt macht Mut. Am Mittwoch, 25. August, (19 Uhr) erwartet Maberzell (Fulda) zum ersten Heimspiel Bergneustadt. Das Team um Benedikt Duda legte beim 1:3 gegen Neu-Ulm einen Fehlstart hin. Der TTC hat gestern am Sieg geschnuppert, jetzt ist er fällig.

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