Die Tischtennissaison soll unter Berücksichtigung des Hygienekonzeptes am 24. August starten.
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Die DTTB annulliert die aktuelle Saison ab der Zweiten Liga. (Symbolfoto)

Für Haunedorf wenig überraschend

Tischtennis: DTTB annulliert Saison ab der Zweiten Liga - Maberzell II wechselt in die Oberliga

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
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Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat gestern nachgezogen und die Saison von der Zweiten Liga bis zur Oberliga abgebrochen. Für Drittligist Maberzell II und Damen-Hessenligist KSG Haunedorf kam dies wenig überraschend. Maberzell II will sich zudem in die Oberliga zurückstufen lassen.

Fulda - Aufgrund der Verlängerung des Corona-Lockdowns sowie nach einem Austausch des DTTB-Präsidiums mit den Fachgremien und den Mitgliedsverbänden hält die DTTB-Spitze die zeitnahe Fortsetzung des Mannschaftsspielbetriebs für nicht möglich, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Spielzeit 2020/21 werde von der Zweiten Liga bis zu den Oberligen für ungültig erklärt. Der Hessische Tischtennis-Verband hatte bereits am Donnerstag die Saison beendet. (Lesen Sie hier: Maberzeller Tischtennis-Spieler maßlos enttäuscht)

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„Das ist die beste Entscheidung“, erklärt Heike Hartmann, Mannschaftsführerin des Damen-Oberligisten KSG Haunedorf. „Die Geschäfte sind geschlossen und dürfen erst bei einem Inzidenzwert von unter 35 wieder öffnen, und wir sollen unserem Hobby nachgehen können. Das passt nicht“, hat sie großes Verständnis für die Entscheidung zuungunsten des Sports. Vielmehr blickt sie optimistisch nach vorne und hofft, „im September in eine normale Saison starten zu können“.

Verständnis für den Abbruch zeigt auch Johannes Hodes, Sportlicher Leiter des TTC Maberzell II. „Das war zu erwarten und ist die einzig richtige Entscheidung.“ Für die Maberzeller war es zudem vorerst die letzte Saison in der Dritten Liga. „Wir werden mit der zweiten Mannschaft in der nächsten Saison in der Oberliga starten“, sagt Hodes. Die Belastung von 30.000 Euro sei nicht mehr zu stemmen, und der Verein müsse sehen, dass er die Bundesligamannschaft „gewuppt bekommt“. Zudem sei der organisatorische und logistische Aufwand zu groß. Die Spieler seien bereits informiert und stünden schon mit anderen Vereinen in Verbindung.

Die Annullierung der Saison hat zudem Auswirkungen auf die Bundesliga. Da es in den Klassen unterhalb der Bundesliga keine Aufsteiger geben wird, kann aus der Bundesliga keine Mannschaft absteigen. Das wird Grenzau und Bad Homburg als Vorletzten und Letzten freuen und lässt Maberzell beruhigter schlafen, zumal der Abstand des Zehnten auf einen Abstiegsplatz bei noch vier ausstehenden Spielen auf vier Zähler geschmolzen ist.

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