Fan Bo Meng ist mit Form und Trainingszustand zufrieden.
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Fan Bo Meng ist mit Form und Trainingszustand zufrieden.

Schwitzen für die Form

Tischtennis: Fan Bo Meng fiebert Ligastart entgegen

Die Vorfreude steht Fan Bo Meng deutlich ins Gesicht geschrieben. Am 6. September startet Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit einem Auswärtsspiel gegen den TSV Bad Königshofen in die neue Saison. „Ich freue mich, dass es bald endlich wieder losgeht“, sagt der 20-Jährige und wischt einige Schweißtropfen aus dem Gesicht.

Düsseldorf/Maberzell - Der Linkshänder hat eine anstrengende 60-minütige Einheit im Kraftraum des deutschen Tischtennis-Zentrums in Düsseldorf hinter sich. Einen Tag zuvor war Meng beim neunten Ausscheidungsturnier im Rahmen des Düsseldorf Masters im Viertelfinale an Steffen Mengel (Post SV Mühlhausen) gescheitert. Trotz der 11:8, 7:11, 11:13, 8:11 und 3:11-Niederlage zeigte sich der Maberzeller mit seinem Auftritt zufrieden.

„Das war eine super Partie von mir. Das auf den ersten Blick klare Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider.“ Der Linkshänder hatte wie schon so häufig in den vergangenen Wochen gegen auf dem Papier deutlich stärkere Spieler seine Chancen. Diesmal gab Fan Bo Meng im dritten Durchgang eine 10:7-Führung noch aus der Hand. Im vierten Satz verschoss er beim Stand von 8:10 einen hohen Ball. „Steffen hat sehr stark gespielt. Es waren viele sehr gute Ballwechsel dabei.“

Die Partie gegen den ehemaligen deutschen Meister habe dem 20-Jährigen einmal mehr gezeigt, „dass ich immer näher an die Spitzenspieler herankomme. Ich brauche noch ein wenig Zeit. Im Training merke ich, aktuell in guter Form zu sein.“

Dass sich Fan Bo Meng vor drei Wochen im Training einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen hatte und anschließend sieben Tage pausieren musste, ist nicht mehr zu sehen. „Meine alte Leistungsstärke habe ich wieder erreicht. Die Pause war nicht so lange. Ab zwei Wochen wird es da schon schwerer, in Tritt zu kommen.“

Die volle Konzentration gilt der bevorstehenden Saison in der Bundesliga (TTBL). Das Spielsystem, bei dem das mögliche fünfte und letzte Match ein Doppel wird, sieht er zwiespältig. „Da wir mit Ruwen Filus einen Abwehrspieler in unseren Reihen haben, sind wir im Bezug auf die Doppel-Aufstellung sicherlich einfacher auszurechnen. Aber wir werden uns was einfallen lassen.“ Bei den Einzel-Nominierungen, so spekuliert Meng, „werden die vermeintlich schwächsten Spieler auf die zweite Position gestellt, um gegen die Nummer eins des Gegners eher die Opferrolle einnehmen zu müssen. Für junge Spieler ist das System deshalb eher schlecht.“

Trotzdem herrscht bei ihm Zuversichtlichkeit, in seiner zweiten TTBL-Spielzeit „für ein paar Überraschungen“ sorgen zu können. An den 25. August 2019 möchte Fan Bo Meng nicht mehr zurückdenken. Beim TTBL-Debüt ging der erste Satz gegen Vladimir Sidorenko (TTF Ochsenhausen) direkt mit 0:11 verloren. Aus der zurückliegenden Spielzeit zog Meng seine Lehren und wird in Zukunft „nur von Spiel zu Spiel schauen“. Insgesamt zwei Einzel und drei Doppel (mit Ruwen Filus oder Tomislav Pucar) gewann er. Gegen Tiago Apolonia (Neu-Ulm) gab es eine knappe Niederlage. „Eine Steigerung und bessere Bilanz wäre wünschenswert“, formuliert der Youngster sein Ziel. (Marco Steinbrenner)

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