Ein Punkt von Quadri Aruna war zu wenig: Maberzell kassiert die zweite 1:3-Niederlage innerhalb von zwei Tagen.
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Ein Punkt von Quadri Aruna war zu wenig: Maberzell kassiert die zweite 1:3-Niederlage innerhalb von zwei Tagen.

Nur Quadri Aruna punktet

TTBL: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell kassiert beim SV Werder Bremen die nächste Niederlage

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Am 14. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) hat der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell die nächste Niederlage kassiert. Die Osthessen unterlagen beim SV Werder Bremen.

Fulda - Am 14. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) fand zudem die Siegesserie des TSV Bad Königshofen ein Ende. Nach sechs Siegen in Serie unterlagen die Unterfranken am Sonntag mit 1:3 gegen Tabellenführer Borussia Düsseldorf. Den ersten Sieg des Jahres gab es für die TTF Liebherr Ochsenhausen, die punktgleich mit dem 1. FC Saarbrücken bleiben. Zurück auf Platz elf ist der TTC OE Bad Homburg – trotz einer Niederlage.

SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1. Den ersten Sieg in der Rückrunde feierte unterdessen Bremen, das Maberzell mit 3:1 schlug und damit in der Tabelle an den Osthessen aus Fulda vorbeizog. Werder steht als Neunter bei 12:16 Punkten, die Fuldaer, die erst am Freitag eine bittere 1:3-Heimniederlage gegen Grünwettersbach kassiert hatten, als Zehnter bei 10:18.

„Ich bin froh, dass es mit der Revanche gegen Fulda geklappt hat“, sagte Bremens Spitzenspieler Mattias Falck nach dem sechsten Saisonsieg. Das Hinspiel in Osthessen hatte Werder im September mit 2:3 verloren. „Es war ein sehr gutes Spiel, ich bin sehr zufrieden mit unserem heutigen Auftritt“, ergänzte Falck.

Zuvor war Falck selbst zum entscheidenden Mann geworden. Der Weltranglisten-Achte holte im Auftakteinzel ein 3:0 (11:4, 11:5, 11:8) gegen Fan Bo Meng und wenig später im Spitzeneinzel ein 3:0 (11:8, 11:7, 14:12) gegen Ruwen Filus. In der Hinrunde war Falck noch überraschend gegen Meng unterlegen gewesen. Ebenso wichtig wie die Siege des Vizeweltmeisters war das Break von Kirill Gerassimenko, der ein 3:0 (11:9, 11:6, 11:9) gegen Ruwen Filus verbuchte.

Für Fulda punktete einzig Quadri Aruna auf Position drei mit 3:0 (11:8, 14:12, 11:7) gegen Hunor Szöcs. „Wir hatten auf den nächsten Sieg gehofft, aber sie waren einfach deutlich stärker und haben sich damit den Sieg verdient“, anerkannte Aruna anschließend.

TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf 1:3. Nach sechs Siegen in Serie und dem Sprung auf Platz vier strotzten Bastian Steger und Co. vor dem Duell mit dem Tabellenführer schließlich nur so vor Selbstbewusstsein. Düsseldorf war dann aber doch eine Nummer zu groß für die Unterfranken: Mit 3:1 setzte sich die Borussia am Sonntag durch und feierte damit den 12. Sieg im 13. Spiel.

„Bad Königshofen hatte einen guten Lauf, daher bin ich froh über den Sieg“, sagte Borussia-Trainer Danny Heister. Die entscheidende und letztlich für Bad Königshofen zu hohe Hürde war Timo Boll. Der Düsseldorfer Superstar sorgte für den 1:1-Ausgleich. Gegen Kilian Ort gab es ein 3:2 (8:11, 11:7, 11:2, 7:11, 11:7). Im Spitzeneinzel bezwang Boll dann wenig später auch Steger mit 3:1 (10:12, 11:3, 11:8, 11:5) und machte damit alles klar für Düsseldorf.

TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken 1:3. Tabellenzweiter bleibt der 1. FCS. Der amtierende Deutsche Meister hatte am Freitag durch ein 3:0 gegen Ochsenhausen den zweiten Rang erobert und verteidigte diesen am Sonntag durch ein 3:1 gegen den Bad Homburg. Wichtiger noch: Mit nun 18:10 Punkten baute Saarbrücken einen kleinen Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz auf.

Von „Schwerstarbeit“ sprach anschließend Patrick Franziska: „Sie haben heiße, junge Spieler, die uns alles abverlangt haben“, sagte der Saarbrücker Führungsspieler. „Entsprechend froh sind wir über diesen Sieg – schließlich geht es bei uns im Kampf um die Play-offs um die Wurst.“ Der sportliche Leiter Bad Homburgs, Sven Rehde, sagte: „„Es waren sehr enge Spiele. Genau diesen Kampf erwarte ich von der Mannschaft.“

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:1. Den ersten TTBL-Sieg im neuen Jahr gab es für Ochsenhausen, das damit weiterhin Tabellendritter ist. „Wir hatten längere Zeit nicht gewonnen, daher war dieses Spiel sehr wichtig für uns“, sagte Hugo Calderano nach dem neunten Saisonsieg der TTF. „Sehr zufrieden“ zeigte sich auch Simon Gauzy und ergänzte: „Wir haben heute stark gespielt. Der Sieg ist sehr wichtig für unser Selbstvertrauen.“

Calderano und Gauzy waren es auch, die am Sonntag für die nötigen Punkte sorgten. Calderano zeigte sich von seiner besten Seite und schlug sowohl Lubomir Jancarik mit 3:1 (11:5, 9:11, 11:7, 11:7) als auch Daniel Habesohn mit 3:0 (11:9, 12:10, 13:11). „Ich bin sehr froh, dass ich mein Niveau heute abrufen konnte“, sagte Calderano.

TTC Neu-Ulm – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:0. Zurück auf einem Play-off-Platz ist Neu-Ulm. Bergneustadt hingegen kassierte die dritte Niederlage im dritten TTBL-Spiel des Jahres. „Wir waren heute überhaupt nicht konzentriert“, ärgerte sich Manager Heinz Duda. „Ich hoffe, es war ein Weckruf für die Mannschaft.“

Ausschlaggebende Faktoren für Neu-Ulm waren das Break von Tiago Apolonia und die Formstärke von Vladimir Sidorenko. Nach dem erwarteten Auftaktsieg von Emmanuel Lebesson, der Stefan Fegerl mit 3:0 (12:10, 11:2, 11:5) schlug, bekam es Apolonia mit Benedikt Duda zu tun und löste diese Aufgabe mit Bravour - 3:0 (11:8, 11:6, 16:14).

ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0. Der ASV holte den vierten Sieg in Serie. „Die deutliche Niederlage ist sehr bitter“, sagte TTC-Trainer Colin Heow. Von Beginn an lief alles zugunsten Grünwettersbachs. Im ersten Einzel des Nachmittags fuhr Dang Qiu ein 3:1 (11:3, 12:14, 11:4, 11:9) gegen Aleksandar Karakasevic.

„Er ist eine Legende, er spielt mit viel Gefühl und Übersicht. Es ist eine tolle Erfahrung, und ich bin froh, dass es mit dem Sieg geklappt hat“, sagt Dang Qiu. Alles klar machte Wang Xi, der auf Position drei ein 3:0 (11:2, 11:8, 11:8) gegen Cristian Pletea feierte. Qiu: „Es war eine tolle Teamleistung. Das Wochenende hätte nicht besser laufen können.“

Der 14. Spieltag in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:1. Hugo Calderano – Lubomir Jancarik 3:1 (11:5, 9:11, 11:7, 11:7), Simon Gauzy – Daniel Habesohn 3:1 (11:6, 11:1, 5:11, 11:5), Kanak Jha – Ovidiu Ionescu 0:3 (5:11, 6:11, 8:11), Hugo Calderano – Daniel Habesohn 3:0 (11:9, 12:10, 13:11).

SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1. Mattias Falck – Fan Bo Meng 3:0 (11:4, 11:5, 11:8), Kirill Gerassimenko – Ruwen Filus 3:0 (11:9, 11:6, 11:9), Hunor Szöcs – Quadri Aruna 0:3 (8:11, 12:14, 7:11), Mattias Falck – Ruwen Filus 3:0 (11:8, 11:7, 14:12).

TTC Neu-Ulm – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:0. Emmanuel Lebesson – Stefan Fegerl 3:0 (12:10, 11:2, 11:5), Tiago Apolonia – Benedikt Duda 3:0 (11:8, 11:6, 16:14), Vladimir Sidorenko – Alvaro Robles 3:0 (15:13, 11:8, 12:10).

TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf 1:3. Bastian Steger – Ricardo Walther 3:0 (11:5, 11:9, 11:5), Kilian Ort – Timo Boll 2:3 (11:8, 7:11, 2:11, 11:7, 7:11), Filip Zeljko – Kristian Karlsson 1:3 (8:11, 5:11, 11:8, 6:11), Bastian Steger – Timo Boll 1:3 (12:10, 3:11, 8:11, 5:11).

ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0. Dang Qiu – Aleksandar Karakasevic 3:1 (11:3, 12:14, 11:4, 11:9), Deni Kozul – Ioannis Sgouropoulos 3:1 (11:9, 11:13, 11:7, 11:9), Wang Xi – Cristian Pletea 3:0 (11:2, 11:8, 11:8).

TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken 1:3. Rares Sipos – Shang Kun 0:3 (11:13, 10:12, 8:11), Maksim Grebnev – Darko Jorgic 3:1 (11:4, 8:11, 11:7, 14:12), Lev Katsman – Patrick Franziska 0:3 (11:13, 8:11, 11:13), Rares Sipos – Darko Jorgic 2:3 (9:11, 11:7, 6:11, 11:7, 6:11).

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