Im Doppel ein Traum für Maberzell und ein Albtraum für Bremen: Fan Bo Meng (links) und Quadri Aruna haben für ein Ausrufezeichen gesorgt.
+
Im Doppel ein Traum für Maberzell und ein Albtraum für Bremen: Fan Bo Meng (links) und Quadri Aruna haben für ein Ausrufezeichen gesorgt.

„Heißer Kampf gegen Fulda“

Tischtennis Bundesliga: Maberzell im Doppeltest in Liga und Pokal

  • Angelika Kleemann
    vonAngelika Kleemann
    schließen

Die Euphorie aus dem 3:2-Heimsieg gegen Bremen will der TTC Maberzell mit in den Doppelspieltag nehmen. Heute Abend (19 Uhr) geht es in der Tischtennis-Bundesliga zum Nachbarn Mühlhausen, am Sonntag (15 Uhr) im Pokal nach Ochsenhausen. 

Fulda - „Die Bundesliga ist für uns wichtiger als der Pokal“, räumt Cheftrainer Qing Yu Meng der Partie am Freitag in Thüringen Priorität ein. Die Vorbereitung lief nach Wunsch. „Ich habe mit der kompletten Mannschaft von Montag bis Mittwoch im Leistungszentrum in Frankfurt trainiert“, berichtet Meng. Und gerade Ruwen Filus, dem in den beiden ersten Spielen ein Sieg nicht vergönnt war, habe sich besonders ins Zeug gelegt. Erleichtert nach seinem ersten Sieg in der Bundesliga, aber noch mit gehörigem Respekt vor dem Leistungsniveau in dieser Klasse, habe Neuzugang Quadri Aruna nach Fan Bo Mengs Sensationssieg gegen Vize-Weltmeister Mattias Falck verwundert bemerkt, in der Bundesliga könne jeder jeden schlagen, dass habe er so bei internationalen Turnieren nicht erlebt.

Obwohl Gegner Mühlhausen nach der Niederlage gegen Grünwettersbach (1:3) und Saarbrücken (0:3) das Tabellenende ziert, unterschätzt Maberzell den Gegner keinesfalls. Daniel Habesohn und Steffen Mengel spielen exzellent gegen Abwehr. Zudem ist die Halle sehr klein und der Bodenbelag ein sehr schneller. Kurzum: „Wir tun uns in Mühlhausen immer sehr schwer“, sagt der Cheftrainer. Die Aufstellung hat er schon im Kopf, dass es zu einem Doppel kommen kann, sei gut möglich. Neben Mengel und dem Österreicher Habesohn bietet der Post SV noch den Rumänen Ovidiu Ionescu (59. der Weltrangliste) und den Tschechen Lubomir Jancarik (93.) auf.

Gesegnet mit Weltklassespielern ist die Mannschaft der TTF Liebherr Ochsenhausen. Als Herzstück gilt der Portugiese Hugo Calderano, Nummer sechs der Welt, dem der Franzose Simon Gauzy (WRL-19.) kaum nachsteht, sowie Amerikas Wunderkind Kanak Jha (WRL-27.), mit 19 Jahren gleich alt wie Maberzells Fan Bo Meng. Mit 3:1-Siegen über Meister Saarbrücken und ohne Calderano gegen Grenzau zählen die Oberschwaben zum Kreis der Titelanwärter in Liga und Pokal. Vergangenes Jahr behielt Ochsenhausen mit 3:0 im Pokal klar die Oberhand über Maberzell. Doch nach dem 3:2-Coup über Bremen sind die Tischtennis-Freunde gewarnt: „Ich rechne mit einem heißen Kampf gegen Fulda“, lässt Ochsenhausens Cheftrainer Fu Yong verlauten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema