Die Zweitliga-Wasserballer der Wasserfreunde Fulda starten mit Trainerin Anastasia Karakeva (links) in die neue Saison.
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Die Zweitliga-Wasserballer der Wasserfreunde Fulda starten mit Trainerin Anastasia Karakeva in die neue Saison.

Trainerin optimistisch

Wasserball: Wasserfreunde Fulda starten gegen Top-Team aus München in die 2. Liga Süd

  • Sabine Kohl
    VonSabine Kohl
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Nun endet auch für die Wasserballer der Wasserfreunde Fulda die gut anderthalbjährige Corona-Ligapause. Samstag beginnt vor heimischem Publikum die neue Saison der 2. Liga Süd. Im Sportbad Ziehers geht es ab 19 Uhr gegen die SG Stadtwerke München.

Fulda - Trainerin Anastasia Karakeva ist guter Dinge, was die Entwicklung und die Erfolgsaussichten ihrer Mannschaft angeht. Erst vor knapp sechs Wochen hat die 29-jährige Griechin die Zweitliga-Wasserballer aus Fulda als Trainerin übernommen. Vorgänger Raul de la Peña hatte die Wasserfreunde zuvor in Richtung des SV Würzburg verlassen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der vergangenen Wochen“, sagt Karakeva. „Wir trainieren hart auf dem Weg, auf den ich die Mannschaft bringen wollte.“ Sie habe begonnen, Technik und Taktik anhand von Video-Analysen mit den Spielern zu besprechen und anschließend in die Praxis umzusetzen. Die Studenten unter den Team-Mitgliedern, die unter der Woche nicht in Fulda sind, bekommen Karakeva regelmäßig Trainingspläne per Mail, die dann am Studienort umgesetzt werden.

Wasserball: Die Wasserfreunde Fulda starten nach Corona-Pause in die neue Saison der 2. Liga Süd

Trotz des mittlerweile wieder regelmäßigen Trainings waren die Spiele bisher noch rar. Neben dem gewonnenen Pokal-Qualifikationsspiel gegen den PSV Stuttgart Mitte Oktober gab es bisher drei Trainingsspiele gegen den SV Würzburg. „Unsere eingeübte Taktik hat dort gut funktioniert“, bilanziert Anastasia Karakeva.

Deshalb habe sie ein gutes Gefühl für den Saisonauftakt gegen die SG München am Samstag, glaubt an ein gutes Spiel. „Ich kenne die Mannschaft von früher, aus meiner Zeit bei Ludwigsburg“, berichtet sie. Damals sei das Team schwimmerisch schnell gewesen, entsprechend rasant im Angriff. Ob dies nach der Corona-Pause noch so sei, könne sie natürlich nicht sagen.

Wasserball-Saisonauftakt: Trainerin Anastasia Karakeva mit „gutem Gefühl“ gegen SG München

Generell falle ihr eine Prognose für den Saisonverlauf und die Chancen der Fuldaer Wasserballer schwer. „Es ist noch ein bisschen früh, dazu etwas zu sagen. Alle Teams haben so lange gar nicht oder sehr wenig gespielt.“ Das Ziel sei natürlich immer, vorne dabei zu sein. Ob dieses erreichbar ist, sei aber noch nicht realistisch einzuschätzen. „Vielleicht weiß ich Weihnachten mehr“, mutmaßt die Trainerin. Bis dahin sei vieles eine Überraschung.

Konkreter wird da bereits Wasserballwart Volker Schunke: „Unter die ersten drei wollen wir schon kommen.“ Wie Karakeva weiß allerdings auch er, dass die Leistungsstärke der anderen Teams derzeit schwierig einzuschätzen ist. „Die Mannschaft ist allerdings ganz gut aufgestellt“, meint Schunke, obwohl einige der früheren Leistungsträger wie David Horvath und Tarek Bary zunächst, vielleicht dauerhaft, nicht mehr spielen.

Spielplan 2. Liga Süd, Saison 2021/22

13. November, 19 Uhr: WF Fulda – SG München (H)
21. November, 13.30 Uhr: SV Cannstatt – WF Fulda (A)
5. Dezember, 16 Uhr: WV Darmstadt – WF Fulda (A)
11. Dezember, 19 Uhr: WF Fulda – VfB Friedberg (H)
8. Januar, 18.30 Uhr: WSV Ludwigshafen – WF Fulda (A)
29. Januar, 19 Uhr: WF Fulda – EFSC Frankfurt (H)
19. Februar, 19 Uhr: SG München – WF Fulda (A)
20. Februar, 12.20 Uhr: SV Nürnberg – WF Fulda (A)
5. März, 20.15 Uhr: VfB Friedberg – WF Fulda (A)
19. März, 19 Uhr: WF Fulda – SV Cannstatt (H)
26. März, 20 Uhr: SGW Leimen/Mannheim – WF Fulda (A)
2. April, 16.40 Uhr: EFSC Frankfurt – WF Fulda (A)
9. April, 19 Uhr: WF Fulda – SV Nürnberg (H)
30. April, 19 Uhr: WF Fulda – WSV Ludwigshafen (H)
7. Mai, 19 Uhr: WF Fulda – WV Darmstadt (H)
14. Mai, 19 Uhr: WF Fulda – SGW Leimen/Mannheim (H)

„Mit München und Cannstatt haben wir natürlich gleich die ganz schweren Brocken vor der Brust“, weiß der Wasserballwart. Dagegen stehe der Vorteil, das erste Spiel zu Hause zu absolvieren. Ein kleines Schmankerl für potenzielle Zuschauer: Der Eintritt zum ersten Spiel ist frei, Dauerkarten sind erst ab Dezember erhältlich. Der Einlass ins Sportbad erfolgt nach der aktuellen 3G-Regelung – geimpft, genesen oder mit negativem PCR-Test. Auf die Mannschaft haben die seit Donnerstag in Hessen geltenden verschärften Corona-Regeln laut Schunke wohl keine Auswirkungen, seines Wissens seien die Spieler alle geimpft.

Die U18-Mannschaft der Wasserfreunde Fulda wird in diesem Jahr nicht in der Bundesliga, sondern in der Oberliga Hessen an den Start gehen. Die aktuellen Jahrgänge seien etwas schwächer als die vorhergehenden. Deshalb sollten sie zunächst Spielpraxis in der tieferen Liga sammeln, so Schunke.

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