David Horvath von den Wasserfreunden Fulda.
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Für David Horvath (links) und seine Kollegen der Fuldaer Wasserballer gibt es in dieser Saison keine Wettkämpfe mehr.

Fuldaer im Trockentraining

Eine Spielzeit ohne Ergebnis: Die Wasserballsaison ist abgebrochen

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Für die Fuldaer Wasserballer ist die Saison zu Ende. Die 2. Wasserballliga Süd hat ihren Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Eine Wertung der Saison findet nicht statt, somit gibt es weder einen Meister noch Auf- und Absteiger.

Fulda - Wasserfreunde-Trainer Raul de la Pena ist zwiegespalten: „Natürlich bin ich nicht glücklich über die Entscheidung, wir alle wollen Wasserball spielen. Außerdem sind wir von Spiel zu Spiel ein bisschen besser geworden.“ Dennoch ist er überzeugt, dass es keine Alternative gab, die Saison, in der die Fuldaer nach sieben Spielen auf Rang sechs lagen, abzubrechen. „Wir können nicht ins Wasser und somit nicht spielen. Mit dem Virus muss man eben vorsichtig sein“, sagt der 53-Jährige.

Vereine waren fast einstimmig für Saisonabbruch

Die Entscheidung zum Abbruch der Saison hatten der Fachwart Wasserball des Süddeutschen Schwimmverbandes, Gert Buchheit, sowie Daniel Waas, Rundenleiter Wasserball, nach Rücksprache mit den Vereinen getroffen. Fast einstimmig hatten die Vereine sich für einen Abbruch der Saison ausgesprochen, teilen Buchheit und Waas in einem Presseschreiben mit. Es sei nicht absehbar, wann die Bäder wieder geöffnet werden und ein uneingeschränkter Trainings- und Spielbetrieb möglich ist.

Da die Saison nicht gewertet wird, gibt es auch keine Auf- und Absteiger. Ob es Zuwachs für die Liga durch Absteiger aus der 1. Bundesliga oder Aufsteiger aus den Landesligen geben werde, müsse mit den jeweiligen Ligen geklärt werden. Für die Saison 2021 wird derzeit normal geplant. Ob diese dann wie gewohnt starten könne, müssten die kommenden Monate zeigen, schreibt der Rundenleiter.

Wasserfreunde bereiten sich auf Saison-Start im Herbst vor

Normalität ist bei den Fuldaer Wasserballern noch lange nicht eingekehrt. Aber das Team trifft sich wieder zum Trockentraining: Joggen, Krafttraining, ein bisschen Gymnastik und Technikübungen mit dem Ball. „Natürlich ist das nicht vergleichbar mit dem Training im Wasser, aber es ist besser als nichts“, freut sich Trainer Raul de la Pena über den Wiedereinstieg. Und sogar die Spieler scheinen sich zu freuen. Fast alle kommen regelmäßig ins Training. „Natürlich haben die Jungs gedacht, es geht jetzt wieder ins Wasser“, so der Trainer. Das gehe jetzt wider Erwarten nicht, da die Fuldaer Bäder noch geschlossen bleiben. „Aber die Jungs haben alle Lust auf Bewegung und das Zusammensein“, lobt de la Pena die Motivation seiner Spieler.

Jetzt hofft der Deutsch-Mexikaner, dass demnächst wenigstens das Schwimmtraining wieder möglich ist. „Wann wir wieder richtig spielen dürfen, werden wir sehen“, so der Trainer. Lieber ein bisschen vorsichtiger zu sein, hält er durchaus für richtig. Gerade für die jungen Spieler, die in dieser Saison zahlreich in das Zweitliga-Team aufgerückt waren, sei es aber schade, dass sie jetzt nicht spielen könnten. „Ich hoffe, dass sie am Ball bleiben und weiterhin motiviert trainieren, damit wir hoffentlich im Herbst erfolgreich in die Saison 2021 starten können.“

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