Seinem Hobby Fußball momentan nicht nachgehen zu können, trifft alle Fußballer – ganz besonders aber die Kinder und Jugendlichen.
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Seinem Hobby Fußball momentan nicht nachgehen zu können, trifft alle Fußballer – ganz besonders aber die Kinder und Jugendlichen.

Besorgniserregende Aussagen

„Wie unschuldig im Knast“: So leiden Nachwuchsfußballer bei der TSG Wieseck unter der Corona-Zwangspause

Seinem Hobby Fußball momentan nicht nachgehen zu können, trifft alle Fußballer – ganz besonders aber die Kinder und Jugendlichen. Deniz Solmaz, Leiter des Jugendförderzentrums TSG Wieseck, hat zusammengefasst, wie sehr einige seiner Schützlinge unter der Zwangspause leiden.

Wieseck - „Fühlt sich an wie unschuldig im Knast.“ „Ich habe keine Motivation mehr morgens aufzustehen.“ Es sind besorgniserregende Aussagen, formuliert von Wiesecker Nachwuchsfußballern, die Solmaz auf der Facebookseite der TSG zusammengefasst hat. Mehr als 200 Reaktionen hat der am Mittwochmorgen veröffentlichte Beitrag bereits ausgelöst, fast genauso häufig wurde er geteilt.

Der Leiter des bekannten Jugendförderzentrums in Mittelhessen hat seine Spieler gefragt, wie es ihnen momentan geht. Fazit: „Kinder und Jugendliche leiden extrem unter dem neuerlichen Lockdown“, schreibt Solmaz. „Wir möchten diejenigen zu Wort kommen lassen, die es erneut zu Unrecht trifft.“ Bei den Nachwuchskickern wird in ihren Statements deutlich, wie tief die Wut sitzt, nicht mehr ihr Hobby ausüben zu dürfen – und wie groß das Ärgernis ist, nicht zu wissen wie es weitergeht. (Lesen Sie hier: Fußball: Kommt der Videobeweis bald bis in die C-Liga?).

Corona-Zwangspause im Fußball: So leidern Wiesecker Nachwuchskicker

„Ich fühle mich wie eingesperrt, es gibt seit Wochen nichts, worauf ich mich freuen kann. Ich habe keinen Ausgleich zur Schule und es macht mir keinen Spaß mehr morgens aufzustehen“, sagt ein 17-jähriger Wiesecker, der wie alle anderen anonym bleibt. „Es fühlt sich an wie unschuldig im Knast. Wir können nichts für die Infektionszahlen, aber bekommen trotzdem verboten Fußball zu spielen. Man sieht seine Freunde deshalb nicht“, erklärt ein 14-Jähriger, während ein Gleichaltriger ergänzt: „Wenn wir wieder spielen dürfen, ist immer noch die Angst da, dass die uns wieder zuhause einsperren.“

Solmaz spricht sich deshalb für sofortige Veränderungen aus. „Wir fordern nochmals, endlich die Sportanlagen für das Training wieder zu öffnen! Egal welche Sportart es betrifft, die Kinder zu Hause einzusperren ist keine Lösung! Ebenso fordern wir die Quarantäne-Regelungen für Kinder und Jugendliche zu überdenken!“ (kol)

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