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Mund-zu-Geste: Belgien-Star ohne Verständnis für DFB-Elf

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Von: Sascha Mehr

Mandatory Credit: Photo by Javier Garcia/Shutterstock (13626489gr) Eden Hazard of Belgium Belgium v Canada, FIFA World C
Der Kapitän der belgischen Nationalmannschaft Eden Hazard im Spiel gegen Kanada bei der WM 2022 © Garcia/imago

Die Lage rund um die Weltmeisterschaft in Katar im Überblick: der News-Ticker am Donnerstag, 24. November. 

+++ 14.22 Uhr: Nach der Protestaktion der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Vorfeld der 1:2-Niederlage gegen Japan bei der WM 2022 am Mittwoch (23.11.), hat sich Belgiens Kapitän Eden Hazard zu der Aktion geäußert: „Es wäre besser gewesen, wenn sie es nicht getan und gewonnen hätten.“ Dies berichtete das französischen Radio RMC nach dem 1:0-Sieg von Belgien gegen Kanada am Mittwochabend.

Vor dem Spiel gegen Japan hatte sich das Team von Hansi Flick beim Mannschaftsfoto demonstrativ den Mund zugehalten. Die FIFA hatte zuvor mit Konsequenzen für das Tragen der „One-Love“-Kapitänsbinde gedroht. Laut RMC fügte Hazard an: „Wir sind hier um Fußball zu spielen, ich bin nicht hier, um eine politische Botschaft zu verbreiten, dafür sind andere Leute besser geeignet. Wir wollen uns auf den Fußball konzentrieren.“

+++ 11.13 Uhr: Nach langen Diskussionen über die „One Love“-Kapitänsbinde und den Protest gegen die Menschenrechts-Situation in Katar sollen sich die dänischen Spieler bei der Fußball-WM nur noch auf ihren Sport konzentrieren. Bei einer Frage nach der „One Love“-Binde an die dänischen Spieler Andreas Christensen und Jesper Lindström, schritt der Mediendirektor des dänischen Verbandes DBU, Jakob Höyer, ein: „Ich werde diese Frage beantworten. Wie ich bereits sagte, sind wir hier, um über Fußball zu sprechen. Wir wollen über das Spiel gegen Frankreich sprechen und haben diese Fragen bereits gestern beantwortet.“

Update vom Donnerstag, 24. November, 10.10 Uhr: Bei der WM 2022 in Katar herrscht striktes Alkoholverbot in den Stadien. Lediglich auf dem Fanfest öffnen die Bierstände nach 19 Uhr, vorher können die Gäste auch dort keinen Alkohol bekommen. Ein Fan von WM-Teilnehmer Mexiko wollte sich damit nicht abfinden und versuchte, das Alkoholverbot in den Stadien zu umgehen.

Wie Videos in den sozialen Medien zeigen, hatte der Mexikaner ein Fernglas dabei und dieses so präpariert, dass er damit Alkohol ins Stadion schmuggeln wollte. Der Mann wurde von den Sicherheitsleuten vor dem Stadion aber auf frischer Tat ertappt und kam nicht mit dem Alkohol ins Stadion.

WM 2022: Möller fehlt „Galligkeit“ bei deutscher Mannschaft

Erstmeldung: Welt- und Europameister Andreas Möller hat nach dem 1:2 gegen Japan zum WM-Start die fehlende Zweikampfhärte der deutschen Nationalspieler kritisiert. „Galligkeit fehlte unserer Mannschaft. Vorne bei der Verwertung guter Chancen, hinten in den entscheidenden Zweikampfsituationen, wo wir die früher gepriesenen „deutschen Tugenden“ vermissen ließen! Das geht nun mal überhaupt nicht bei einer Weltmeisterschaft und schon gar nicht beim ersten Auftritt“, schrieb der 55-Jährige in einer Kolumne für das Kicker-Sportmagazin. Spieler anderer Nationen empfänden verlorene Zweikämpfe „als eine persönliche Beleidigung“. „In dieser Hinsicht sind wir zu soft“, bemängelte Möller. 

Für das zweite Gruppenspiel gegen Spanien ruhten seine Hoffnungen „auf der unbestritten großen Qualität im Offensivbereich“, schrieb Möller. „Fighten, beißen, keinen Zentimeter verloren geben heißt es gegen Spanien, ohne diese Tugenden werden wir uns aus dem Turnier verabschieden müssen.“ (smr mit dpa)

Unterdessen steht Deutschland nach dem verpatzten WM-Auftakt gegen Japan unter Druck. Wir haben die Pressestimmen zur Niederlage gesammelt.

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