STI-Werk in Freiensteinau: Mitarbeiter können nach Grebenhain wechseln

/ Betriebsrat schweigt

04. Dezember 2013
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Freiensteinau

Das STI-Werk in Freiensteinau soll zum Jahresanfang 2014 stillgelegt werden. Den 82 Mitarbeitern werde die Geschäftsleitung anbieten, zum Standort Grebenhain zu wechseln, mit dem das Freiensteinauer Werk zusammengelegt wird. Das hat gestern STI-Pressesprecherin Claudia Rivinius mitgeteilt.

Der größten Arbeitgeber im Vogelsbergkreis produziert sogenannte Displays. Damit sind Aufsteller gemeint, in denen Waren verschiedenster Art zum Verkauf präsentiert werden. Die Displays werden im Werk Grebenhain produziert und teilweise zum händischen Zusammenbau nach Freiensteinau gebracht. Eine Zusammenlegung der beiden Werke soll nun für kürzere Arbeitswege und mehr Flexibilität sorgen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit ausgebaut werden.

"Für Außenstehende sieht es nach einer Schließung aus, eigentlich ist es aber nur ein Betriebsübergang", betont Claudia Rivinus. "Im Werk in Grebenhain ist genug Platz für die Freiensteinauer Fertigung", erklärt sie. Der Umzug sei darum nicht mit größeren Investitionen verbunden."

Die Zusammenlegung ist ein Ergebnis des Projekts "Vision 2020", das als Zukunftskonzept von der Geschäftsleitung auf den Plan gerufen wurde. "Sicher wird es innerhalb der STI in Zukunft noch einige Änderungen geben", berichtet die Pressesprecherin. Was genau sich verändern wird, bliebe aber vorerst ein Betriebsgeheimnis.

Die Belegschaft des STI-Werks Freiensteinau soll erst morgen offiziell über die Zusammenlegung informiert werden. Trotzdem weiß im Haus jeder Bescheid. "Die Stimmung bei den Mitarbeitern schwankt zwischen Trauer und Galgenhumor", berichtet ein Mitarbeiter einer Dienstleistungsfirma von STI. Die Betriebsräte der Werke Freiensteinau und Grebenhain wollen sich gegenüber der Presse nicht äußern, die Mitarbeiter halten sich ebenfalls bedeckt.

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