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Geschäftsführender und erweiterter Vorstand des Fördervereins Point Alpha (von links): Jürgen Dücker, Beate Dittmar, Raymond Walk, Guido Wächtersbach, Christina Weller, Stefan Sachs und Berthold Jost.

„Anker“ seit einem Vierteljahrhundert

Förderverein Point Alpha zog Jahresbilanz

Der Förderverein Point Alpha zog Jahresbilanz: Er unterstützte die Stiftung im vergangenen Jahr mit insgesamt 17.000 Euro. Höhepunkt in diesem Jahr ist das 25-jährige Bestehen von Gedenkstätte und Verein.

Geisa/Rasdorf - Vorstandsvorsitzender Raymond Walk zog zur Mitgliederversammlung des Fördervereins Point Alpha Bilanz. So konnten unter anderem der Panzer M 60 und zwei weitere Fahrzeuge im US-Camp restauriert werden, für das Museum wurde eine neue Bestuhlung angeschafft und Bänke am „Weg der Hoffnung“ aufgestellt. Für das Haus auf der Grenze und die Räume im Geisaer Schloss finanzierte der Verein Leinwand und Beamer.

Alle vorgesehenen Projekte konnten umgesetzt werden bei schuldenfreier und stabiler Kassenlage. Der traditionelle Vereinsausflug führte voriges Jahr in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt, um die Gedenkstätte Andreasstraße und die Zitadelle Petersberg zu besichtigen. In vier Newslettern wurden die Mitglieder über Aktivitäten des Vereins informiert.

Viel zu berichten

Viel zu berichten gab es von der Jugendarbeit. Unter anderem nahmen Schüler und Lehrer des Vachaer Gymnasiums an Seminaren und Abendveranstaltungen der Stiftung teil und wirkten bei Dreharbeiten einer Doku des Mitteldeutschen Rundfunks mit. Schüler übersetzten den Imageflyer der Stiftung ins Französische und nahmen an Wettbewerben teil. Künftig soll es wieder Arbeitseinsätze von Jugendlichen in der Gedenkstätte Point Alpha geben, zudem ist ein internationales Jugendcamp geplant. 

262 Mitglieder gehören dem Förderverein derzeit an. Sieben neue Mitglieder kamen hinzu. „Ich freue mich auch, dass Mitglieder, die ausgetreten waren, wieder zurückgekommen sind“, sagte Walk. Bei den schwierigen Bedingungen in der „Point-Alpha-Familie“ sei der Förderverein ein stabiler Anker. „Da sind wir schon ein wenig stolz drauf und würden das gerne auch so weiterführen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. 

Birgit Konrad schied nach zehn Jahren als Schriftführerin aus dem Vorstand aus persönlichen Gründen aus. Die Mitglieder wählten einstimmig Jürgen Dücker zum neuen Schriftführer. Das 25-jährige Bestehen des Vereins (1995 als Trägerverein der Gedenkstätte gegründet) steht dieses Jahr im Mittelpunkt, erklärte Walk.

Vereinsbroschüre wird überarbeitet

Die Vereinsbroschüre wird gegenwärtig überarbeitet. Für die Kinder und Enkelkinder der Vereinsmitglieder ist in diesem Herbst ein Projekttag geplant, zudem soll im US-Camp der Pritschenwagen restauriert werden. Der Gedenkgottesdienst für Papst Johannes Paul II. ist am 25. Oktober um 16 Uhr in der Geisaer Stadtpfarrkirche vorgesehen. 

„Erfreulicherweise ist die Bereitschaft, sich aktiv in unserem Förderverein zu betätigen, ungebrochen hoch“, schätzte Walk ein. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, sondern Anerkennung und Ansporn zugleich. „Diesen Rückenwind wollen wir gerne nutzen“, sagte er. 

Niedrigzinsen machten Schwierigkeiten

Berthold Jost, Vorstandsmitglied im Förderverein und in der Stiftung, berichtete von den Schwierigkeiten der Stiftung aufgrund der Niedrigzinsen. Daher benötige man eine institutionelle Förderung der Länder Hessen und Thüringen. Im Gegenzug möchten die beiden Bundesländer im Stiftungsrat vertreten sein. Die Satzung werde dementsprechend geändert. Kurz vor Jahresende erhielt die Stiftung Mittel von beiden Ländern für die Umrüstung der Brandmeldeanlage, den Kauf von Bildrechten für die Ausstellungen, den Ankauf von Ausstellungsgegenständen sowie eine neue Telefonanlage.

Geplant ist eine vom Bund finanzierte Ausstellung „70 Jahre Bundesgrenzschutz“. Die Besucherzahl konnte auf 75 000 im vergangenen Jahr stabilisiert werden. Von den Schülergruppen kamen nur 13 Prozent aus Thüringen, 87 Prozent aus Hessen. 

Berthold Jost bedauerte, dass das Kuratorium Deutsche Einheit es noch nicht geschafft habe, eine Entscheidung über den Point-Alpha-Preis 2020 zu fällen. „Wenn es ihnen nicht gelingt, sind wir bestrebt, als Stiftung künftig die Preisverleihung zu übernehmen, denn der Point-Alpha-Preis ist für uns die beste Außenwerbung“, sagte er. Der Förderverein würde die Preisverleihung erneut unterstützen, sollte die Stiftung die Trägerschaft übernehmen, erklärte Walk.

zi

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