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Der Energiemanager und Bauhofmitarbeiter Dominik Ebert freut sich über die Auszeichnung für Geisa.

Auszeichnung als Energie-Kommune

Engagement für Klimaschutz und innovative Lösungen

Geisa ist als „Energie-Kommune“ des Monats März ausgezeichnet worden. Die Agentur für Erneuerbare Energien Berlin begründete dies mit dem Engagement der Kommune, durch das die regionale Wertschöpfung gefördert, das Klima geschützt und innovative Lösungen beispielhaft vorangebracht würden.

Geisa - Schon im vergangenen Jahr hatte Geisa den Energieeffizienzpreis der Thüringer Energieagentur erhalten. „Bereits 2007 hatte sich die Stadt das Ziel gesetzt, die Wärmeversorgung der kommunalen Gebäude auf nachhaltige Füße zu stellen“, erklärt Bürgermeisterin Manuela Henkel (CDU). Dabei hätten hohe Hürden überwunden werden müssen, weil die gemeindeeigenen Gebäude in der Altstadt unter Denkmalschutz stehen. Sanierungen waren mit strengen Auflagen verbunden. 

„Die Energiewende kann für Kommunen herausfordernd sein. Geisa ist aber ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es auch in kniffligen Situationen Lösungen gibt, um Erneuerbare Energien zu nutzen“, sagt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. 

Zwei effiziente und klimafreundliche Holzhackschnitzelanlagen

Geisa hatte auf zwei effiziente und klimafreundliche Holzhackschnitzelanlagen gesetzt, die eine Gesamtwärmeleistung von 650 Kilowatt haben und zwei getrennte Nahwärmenetze versorgen. An das erste Netz ist das gesamte Schlossplatzensemble angeschlossen. Das zweite Netz beliefert das Kulturhaus, einen Kindergarten, ein Ärztehaus und das Haus der Vereine mit klimafreundlicher Wärme. „Die Heizanlagen lassen sich durch mobile Leittechnik überwachen und steuern“, erklärt Dominik Ebert vom Bauhof der Stadt. Der Umstieg von fossiler Energie auf Biowärme spare pro Jahr mehr als 200 Tonnen CO₂ ein. Die dadurch freiwerdenden Mittel wurden in eine Straßenbeleuchtung mit LED und in ein Energiemanagementsystem im Kooperation mit der Berliner Agentur investiert. 

Zusätzlich wurde auf dem Gebäude des Bauhofs eine Photovoltaikanlage mit 99,3kWp installiert. „Das Holz für die Hackschnitzel wird aus der Region gewonnen und dient der Wertschöpfung vor Ort“, erklärt Henkel. Gerade in der jetzigen Zeit, in der viele Kommunen das anfallende Borkenkäferholz kaum auf dem Markt verkauft bekommen, nutze Geisa dieses für ihre Nahwärmenetze. 

Ein weiterer „Meilenstein in der Energieversorgung“ soll der Ausbau eines Gasnetzes durch Werra-Energie in der Stadt Geisa werden. Das Netz soll von einer sogenannten LNG-Tanklösung im Gewerbegebiet aus gespeist werden. Bisher hatte die Kommune keinen Zugang zur öffentlichen Gasinfrastruktur – die Bürger waren größtenteils abhängig von Öl als Wärmelieferant. „Das vorgesehene Netz kann zukünftig auch mit Wasserstoff gespeist werden und ist ebenfalls für den Betrieb von Brennstoffzellen geeignet“, erläutert Manuela Henkel.

sam

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