Bürgermeisterin Manuela Henkel zeigt die Unterschriften der Bürger, die sich einen neuen Arzt für Geisa wünschen.
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Bürgermeisterin Manuela Henkel zeigt die Unterschriften der Bürger, die sich einen neuen Arzt für Geisa wünschen.

Unterschriftenpetition soll für Besserung sorgen

3464 Geisaer Bürger beklagen die ärztliche Situation

Aufgrund der aktuellen medizinischen Unterversorgung der 7500 Bürger des „Geisaer Landes“ (Stadt Geisa, Gemeinden Buttlar, Schleid und Gerstengrund) durch eine ständige ärztliche Unterbesetzung, wechselnde Honorarärzte und eine aktuell dauerhaft nicht besetzte Arztstelle haben engagierte Bürger eine Unterschriftenpetition gestartet.

Geisa - Insgesamt 3464 Unterschriften übergaben sie an Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel (CDU) mit der Bitte, diese an die Zulassungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringens zu übersenden. Damit wollen sie ihren Unmut zum Ausdruck bringen und die Schaffung eines neuen Arztsitzes in der Region Geisa einfordern. Dieser soll langfristig mit einem Arzt besetzt werden.

Bürger wollen Vertrauensverhältnis zu Arzt

„Interessenten gibt es, und wenn junge Ärzte dauerhaft kommen wollen, dann muss man auch mit neuen Arztsitzen die entsprechenden Voraussetzungen schaffen“, so Henkel. Ihrer Meinung nach ist die aktuelle Situation vor Ort medizinisch nicht mehr vertretbar. Bereits im Januar stand das Thema ärztliche Versorgung im Geisaer Land bei ihren Bürgerstammtischen immer wieder ganz oben auf der Agenda. „Die Bürger möchten ein langfristiges Vertrauensverhältnis zu einem Arzt aufbauen“, zieht Henkel ein Fazit aus den Gesprächen. Das sei ihnen mit ständig wechselnden Honorarärzten nicht möglich.

Henkel: Der ländliche Raum darf nicht immer das Nachsehen haben

Aktuell ist ein Arztsitz voraussichtlich bis zum Jahresende gar nicht mehr besetzt, was die Situation noch mehr verschärft. Als die Information von der unbesetzten Arztstelle durch die Medien ging, habe bei der Bürgermeisterin das Telefon nicht mehr stillgestanden. Ehrenamtliche Bürger und Ortsteilbeiräte hatten sich dann entschlossen, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. „Bis heute erfolgte aufgrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden veränderten Altersstruktur von der kassenärztlichen Vereinigung keine Neuberechnung der Arztsitze in der Region“, sagt Henkel. Allein dadurch sei die Region schon unterversorgt. „Es kann nicht angehen, dass wir im ländlichen Raum immer das Nachsehen haben“, so Henkel. Die Unterschriften wurden nun an Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner, an die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung weitergeleitet.

jg

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