Manuela Henkel wünscht sich eine Sternwallfahrt.
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Zum Geisaer Ämter Kreuz soll es eine Sternwallfahrt geben, wünscht sich Manuela Henkel.

Im Geisaer Land

Kommunen starten die Initiative „Wir im Geisaer Land“

„Wir im Geisaer Land“ heißt eine Initiative, die die Kommunen Geisa, Buttlar, Schleid und Gerstengrund gemeinsam mit Pfarrgemeinden, Vereinen und Bürgern gestartet haben. 

Geisa - Die Stadt Geisa und der Wartburgkreis hatten vor kurzem Pressemeldungen veröffentlicht, da sich mehrere Bürger mit dem Coronavirus angesteckt hatten, und darin separate Anweisungen für das Geisaer Amt gegeben und sogar über Ausgangssperren nachgedacht. Nun ist die Verunsicherung bei der Bevölkerung groß, berichtet Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel (CDU). 

Aber sie verspricht:„Wir werden diese neue Herausforderung konstruktiv gemeinsam angehen.“ Henkel bittet um die Einhaltung der behördlichen Anordnungen. Geisa, Buttlar, Schleid und Gerstengrund hätten mit Fachleuten einen Krisenstab gebildet, der Maßnahmen erarbeitet, um etwa die Feuerwehren, Mediziner, Pfarrgemeinden und Altenheime zu unterstützen. Erste Maßnahme ist eine Bürgerhilfe, die von den Pfarrgemeinden organisiert wird. Bürger, die aufgrund von Krankheit, Altersschwäche oder Quarantänemaßnahmen nicht das Haus verlassen dürfen, können bei der Stadtverwaltung unter (03 69 67) 6 90 oder per Mail an buergerhilfe@geisa.de Hilfebedarf anmelden. 

Helfende Bürger gesucht

Zudem werden Bürger gesucht, die bei Einkaufs- und Erledigungsdiensten helfen können. Ebenso sollen sich Menschen mit medizinischem und pflegerischem Wissen für eine „Notfallehrenamtsliste“ melden, falls Hilfe im Altenheim oder in anderen medizinischen Einrichtungen gebraucht wird.

In allen Orten des Geisaer Landes läuten jeden Tag um 19.30 Uhr die Kirchenglocken. „Am Sonntag werden wir um 10 Uhr einläuten lassen und die Menschen zu gemeinsamen Gebeten und Hausgottesdiensten einladen“, sagt Pastor Dr. Jürgen Kämpf. Dazu erarbeiten die Seelsorger Vorlagen, die über die sozialen Medien, die Pfarrbüros, die Stadtverwaltung und die Kirchen verteilt werden. Auf Anfrage ist ein Posteinwurf möglich. „Gemeinsames Beten ist ein Zeichen von Gottvertrauen und das sollten wir in solch schwierigen Zeiten an den Tag legen.“ Für die österlichen Gottesdienste ist ein Livestream geplant. 

Die Erzieher und Erzieherinnen der Kindergärten werden wöchentliche Tipps und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Familien herausgeben. Das Programm gibt es über die sozialen Medien und ebenfalls unter der Bürger-Hotline. 

Unterstützung mit neuen Ideen

Um die Gemeinschaft des Geisaer Landes schriftlich festzuhalten, werden die Heimat- und Geschichtsvereine Geisa, Borsch, Spahl und Kohlbachtal unter Einbeziehung der Bürger ein Buch „Wir im Geisaer Land“ und weitere Publikationen auflegen. Geisas Ehrenbürger Werner Deschauer will sie dabei finanziell unterstützen:„Ich freue mich, wenn ich meine Heimat von Bochum aus unterstützen und den Menschen vor Ort ein Stück Hoffnung geben kann“, sagt er. 

Bürgermeisterin Manuela Henkel bittet zudem, die Initiative „Wir im Geisaer Land“ mit neuen Ideen zu unterstützen. Vorschläge sind unter (0 36 9 67) 6 90 oder an buergerhilfe@geisa.de möglich. Henkel verspricht: „Wenn alles vorbei ist, laden wir zu einer Sternenwallfahrt zum Geisaer Ämter Kreuz ein. Es ist das Symbol für unsere Heimat, für unsere Gemeinschaft und dort werden wir uns dann alle wiedersehen, gemeinsam beten, singen, lachen und feiern.“ (sam)

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