Das Justizzentrum in Meiningen mit dem Landgericht
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Vor dem Landgericht Meiningen steht ein Mann, der ein Baby misshandelt und missbraucht haben soll.

Einschlägig vorbelastet?

Mann soll Säugling misshandelt und missbraucht haben - nun sagte die Mutter als Zeugin aus

Im Prozess vor dem Landgericht Meiningen gegen einen Mann, der ein Baby misshandelt und missbraucht haben soll, hat nun die Mutter des Kindes als Zeugin ausgesagt.

Meiningen - Die damalige Lebensgefährtin des Mannes gab am Donnerstag an, dass die Beziehung mit dem Mann nicht von Gewalt geprägt gewesen sei. Auch sei ihr im Umgang mit dem Angeklagten nichts Besonderes aufgefallen, sagte ein Sprecher des Gerichts auf Anfrage.

Auch der Angeklagte selbst habe bei der Verhandlung am Donnerstag Angaben gemacht - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-jährigen Angeklagten Misshandlung von Schutzbefohlenen und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor.

Arm des Babys brach

Er soll Ende 2019 die damals nur wenige Wochen alte Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin so schwer misshandelt haben, dass der rechte Unterarm des Säuglings brach. Zudem soll er sich in der Wohnung, in der er mit der Kindesmutter in Steinbach-Hallenberg (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) lebte, zwei Mal sexuell an dem Baby vergangen haben.

Es gebe keine Anhaltspunkte, dass die Mutter von den Vorfällen wusste, hatte der Gerichtssprecher zuvor mitgeteilt. Als das Kind wegen des Armbruchs im Krankenhaus behandelt wurde, seien weitere Verletzungen festgestellt worden. Diese sollen der Ausgangspunkt für die Ermittlungen gewesen sein. Der Angeklagte sitzt seit Dezember 2019 in Untersuchungshaft.

Unterbringung in psychiatrischer Klinik?

Zudem sei der Mann bereits einmal wegen der Misshandlung seines eigenen, leiblichen Kindes verurteilt worden. Im aktuellen Prozess steht auch die Frage im Raum, ob der Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden soll. Ein Gutachter begleitet die Verhandlungen.

Aus der Theaterstadt war zuletzt von der Polizei in Suhl auch ein kurioser Vorfall gemeldet worden: Ein Penny-Supermarkt in Meiningen musste schließen – verantwortlich waren Grill-Freunde mit einem Bierkasten. Sie hatten einen Stromausfall verursacht. (dpa, sar)

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