Eine Babyhand umfasst den Daumen eines Erwachsenen.
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Die Schere zwischen Geburten und Sterbefällen geht in Schmalkalden-Meiningen auf

Minus 937

Die Schere zwischen Geburten und Sterbefällen geht in Schmalkalden-Meiningen am weitesten auf

Erstmals seit zehn Jahren ist die Zahl der Geburten in Thüringen wieder deutlich unter die Marke von 17.000 gerutscht. Und in Thüringen sterben weiter mehr Menschen als Kinder geboren werden. Die höchste Differenz zwischen Sterbefällen und Geburten gibt es in Südthüringen.

Meiningen -2019 wurden 16.647 Kinder geboren, belegen die Zahlen, die das Statistische Landesamt am Freitag veröffentlichte. Das ist der niedrigste Wert seit 2009, als 16.854 Kinder auf die Welt kamen.

Im Vergleich zu 2018 ging die Geburtenzahl um 4,5 Prozent zurück, in einigen Regionen wie dem Ilm-Kreis (minus 16,4 Prozent), dem Saale-Holzland-Kreis (minus 16,2 Prozent) und dem Altenburger Land (minus 11,1 Prozent) fiel dieser Rückgang zweistellig aus.

2016 waren 18.475 Kinder geboren worden

Die höchste Geburtenzahl der vergangenen Jahre war 2016 mit 18.475 Neugeborenen verzeichnet worden. Die Zahl der Sterbefälle sank 2019 zwar im Vergleich zu 2018 um 2,1 Prozent auf 29.196.

Die Schere zwischen Geburten und Sterbefällen ging wegen des stärkeren Rückgangs bei Geburten aber weiter auf - die Differenz betrug 12 549 Personen und lag um 162 Personen über dem Wert von 2018. In Jena hielt sich das sogenannte Geburtendefizit noch am stärksten in Grenzen.

Hier starben 60 Menschen mehr als Kinder geboren wurden. Die höchste Differenz zwischen Sterbefällen und Geburten verzeichneten die Landkreise Schmalkalden-Meiningen (minus 982), Greiz (-937) und Saalfeld-Rudolstadt (-916).

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