Blick ins Feldatal von der Gläserhütte: An ihr soll einer der neuen Automaten - der Rhönomat - errichtet werden.
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Blick ins Feldatal von der Gläserhütte: An ihr soll einer der neuen Automaten - der Rhönomat - errichtet werden.

37.000 Euro Kosten

Neu: „Rhönomaten“ auf dem Gläserberg und dem Emberg - Förderung vom Umweltministerium in Thüringen

  • Sebastian Reichert
    VonSebastian Reichert
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In Dermbach im Unesco-Biosphärenreservat Rhön werden 2021 unterschiedliche Ideen zur nachhaltigen Regionalentwicklung umgesetzt. Die insgesamt zehn Projekte in der Gemeinde im Wartburgkreise in Thüringen werden mit einer 90-Prozent-Förderung des Thüringer Umweltministeriums finanziert.

Dermbach - Das teilte das Unesco-Biosphärenreservat Rhön mit Sitz in Hilders im Landkreis Fulda mit. Die Gemeinde Dermbach war demnach im Februar 2021 dem Aufruf des Umweltministeriums gefolgt, Projektskizzen für den Bereich nachhaltige Regionalentwicklung einzureichen. „Trotz der knappen Frist waren vielfältige Ideen zusammengekommen“, hieß es (lesen Sie auch hier: „Keltenpfad“-Wanderweg in Vacha wird mit Kneipp-Becken aufgewertet).

In zahlreichen Videokonferenzen wurden Dermbachs Bürgermeister Thomas Hugk (CDU) und die Ortsteilbürgermeister von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Biosphärenreservatsverwaltung bei der Erstellung der Projektskizzen und -anträge unterstützt .„Das Budget ist für nachhaltige Projektideen angedacht, die auch modellhaft umgesetzt werden“, sagte Ulrike Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Rhön.

Thüringen: „Rhönomaten“ werden auf Gläserberg und Emberg aufgestellt

Der Antrieb sei daher auch von den Ortsteilbürgermeistern gekommen, die die Chance gesehen hätte, ihre Impulse mit einzubringen. Mitte Juni konnte Ulrike Schde den (Ortsteil-)Bürgermeistern den symbolischen Scheck über rund 130.000 Euro übergeben. Das Geld fließt in ganz unterschiedliche Projekte –zum Beispiel in die Umrüstung der Diedorfer Sportplatzbeleuchtung im Sinne des Sternenparks Rhön.

Durch weniger Lichtimmissionen soll künftig nicht nur Energie eingespart und das Ortsbild attraktiver gestaltet, sondern dank warmweißer LED und Dimm-Möglichkeit auch aktiv etwas für den Insektenschutz getan werden, erklärte das Unesco-Biosphärenreservats Rhön. Auch die geplante Kinderküche für die Kita „Löwenzahn“ in Diedorf sei nachhaltig, denn gesunde Ernährung mit selbst gemachtem Essen sei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Zertifizierung als Biosphären-Kita, die die Einrichtung anstrebt.

Auf dem 670 meter hohen Gläser bei Dermbach in der Rhön wird neben der Gläserhütte einer von zwei „Rhönomaten“ errichtet.

Auf dem 670 Meter hohen Gläserberg (kurz: Gläser) an der Dermbacher Hütte (Gläserhütte) und dem 542 Meter hohen Emberg werden „Rhönomaten“ errichtet. Dort können sich Wanderinnen und Wanderer auch außerhalb der Geschäftszeiten der Rhönklubhütten mit regionalen Produkten versorgen. Dass sich im Sortiment der Dachmarke Rhön bald noch mehr Qualitätsprodukte aus dem Thüringer Teil des Biosphärenreservats wiederfinden, sei ein generelles Ziel, betonte Burkhard Seifert, Zweiter Bürgermeister von Dermbach und Ortsteilbürgermeister von Urnshausen.

Der Rhönomat ist den weiteren Angaben zufolge mit rund 37.000 Euro das teuerste Projekt, die kleinste Investition ist mit 1400 Euro für die Errichtung einer Bücherzellein Urnshausen geplant. Los geht es am Gläserberg noch im Juni: Für den Ausbau des Himmelsschauplatzes werden in den kommenden Tagen die Standorte des geplanten Polarsternfinders und der drehbaren Sternenkarte abgestimmt, sodass die Baugenehmigung schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden kann.

Hintergrund: Das Förderprogramm

Insgesamt investiert das Umweltministerium in Thüringer im laufenden Haushaltsjahr 2,7 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen Regionalentwicklung in den acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens. 525.000 Euro davon fließen in den Thüringer Teil des Unesco-Biosphä-renreservats Rhön. Für die Thüringer Rhön ist die Förderung ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der im Rahmenkonzept des Biosphärenreservats festgelegten Ziele und Projekte. 49 Projektskizzen waren im Frühjahr 2021 eingegangen. 26 davon hatte der Beirat des Vereins Rhönforum als regionales Entscheidungsgremium daraufhin für die weitere Beantragung ausgewählt. Anfang Juni 2021 haben die Kommunen die Zuwendungsbescheide erhalten. Drei weitere Projekte sind als Nachrücker geplant.

„Schließlich stehen im August die zweiten länderübergreifenden Sternenparkwochen an“, erinnert Ulrike Schade. Sie freut sich auch auf die Betreuung der Projekte, die in Zella/Rhön, wo das Biosphären-Infozentrum und die Verwaltungsstelle mit dem gerade neu entstehenden Bildungsstandort ihren Sitz haben, umgesetzt werden: die Gestaltung des Ortseingangs mit Pflanzen einer Kirmeslinde, ein barrierefreier Aufgang zum Bildungsstandortan der Propstei Zella, der Bau einer Matschküche in der Kita sowie solargespeiste E-Paper-Haltestellen, die auch in Diedorf entstehen sollen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir all diese wertvollen Ideendank der Förderung umsetzen können“, sagt Bürgermeister Thomas Hugk (CDU). Nun gehe es vor allem auch darum, eine nachhaltige Unterhaltung zu organisieren – wie zum Beispiel für die geplante Trekkingplattform in Brunnhartshausen, ein Pilotprojekt in der Thüringer Rhön. 

Aus Dermbach in der Rhön stammt übrigens auch die Mutter der Miss Germany 2021, Anja Kallenbach. Zuletzt berichtete die zweifache Mutter aus Tiefenort und frühere Tegut-Filialleiterin über ihre ersten 100 Tage als Miss Germany und erklärte, warum sie die letzte Miss Thüringen bleiben wird.

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