Nach einem Frontal-Zusammenstoß mit einem Rettungswagen im Wartburgkreis (Thüringen) ist ein Oldtimer-Fahrer gestorben.
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Nach einem Frontal-Zusammenstoß mit einem Notarztwagen im Wartburgkreis (Thüringen) ist ein Oldtimer-Fahrer gestorben.

47-Jähriger stirbt

Tödlicher Unfall im Rettungseinsatz: Oldtimer kracht frontal gegen Notarztwagen

Tödlicher Unfall im Rettungseinsatz in Thüringen im Wartburgkreis. Auf der Bundesstraße B62 bei Bad Salzungen krachte ein Oldtimer-Fahrer frontal mit einem Notarztwagen zusammen.

Bad Salzungen - Ein Auto und ein im Einsatz befindlicher Rettungswagen sind auf der Bundesstraße B62 in Thüringen im Wartburgkreis zusammengestoßen. Der 47 Jahre alte Fahrer des Autos kam bei dem Unfall bei Bad Salzungen ums Leben. Wie die Polizei in Suhl am Montag mitteilte, wurden der 63 Jahre alte Fahrer des Rettungswagens und seine Beifahrerin (39) schwer verletzt.

Den Angaben zufolge war der Rettungswagen am Sonntag, 3. Oktober, gegen 14.40 Uhr unterwegs zu einem Notfall und hatte im Zuge dessen laut Polizei am Sonntagnachmittag auf der Bundesstraße zwischen Bad Salzungen und dem Ortsteil Hämbach ein Auto überholt. Der 47-jährige Fahrer im Gegenverkehr bemerkte offenbar zu spät, dass eine vor ihm fahrende Dacia-Fahrerin bremste und rechts an die Seite fuhr.

Thüringen: Tödlicher Unfall auf B62 - Oldtimer kracht frontal gegen Notarztwagen

Um einen Auffahrunfall zu verhindern, scherte der 47 Jahre alte Fahrer des Ford-Pickups laut Polizei in den Gegenverkehr aus. Dort stieß sein Oldtimer dann frontal mit dem in der Zwischenzeit wieder eingefädelten Rettungswagen zusammen. Der 47-Jährige wurde dabei tödlich verletzt. Laut Polizei war zunächst unklar, ob der Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs gewesen ist.

Nach Angaben der Feuerwehr in Bad Salzungen waren der 63-jährige Rettungswagen-Fahrer und seine 39-jährige Beifahrerin bei dem Zusammenstoß schwer verletzt worden, hatten aber in den ersten Minuten nach dem Crash noch dem Unfallgegner Hilfe leisten können.

„Trotz großer Bemühungen der anwesenden Ersthelfer und Einsatzkräften von Feuerwehr sowie weiteren Rettungdienstlern gelang es jedoch nicht das Leben des Unfallbeteiligten zu retten“, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr.

Der Notarztwagen-Fahrer und die 39-jährige Mitfahrerin kamen mit schweren Verletzungen ins Klinikum nach Bad Salzungen. Die Polizei sperrte die Bundesstraße B62 war für mehrere Stunden und forderte einen Gutachter zur Unfallrekonstruktion an. Die Beamten schätzten den entstandenen Gesamtsachschaden auf 38.000 Euro.

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Neben einem Rettungshubschrauber, fünf Krankenwagen, der DRK-Krisenintervention, dem Unfallsachverständigen und der Polizei waren auch die Feuerwehren aus Bad Salzungen und aus den Ortsteilen Tiefenort und Unterrhon mit acht Fahrzeugen im Einsatz. Für die Feuerwehr hatte Stadtbrandmeister Jens Barthelmäs aus Bad Salzungen die Einsatzleitung.

Zu einem tödlichen Unfall war es zuletzt auch auf der Autobahn A3 in Unterfranken in Bayern gekommen. Ein Lkw fuhr auf der Strecke Richtung Nürnberh ungebremst in das Ende eines Staus. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle. (sar)

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