Parzeller-Marketingchef Torsten Bug zur zweiten Wiesn

Parzeller-Marketingchef Torsten Bug zur zweiten Wiesn

08. September 2013
Fulda

Das Wiesn-Festzelt steht, Girlanden und Kränze hängen an den Dachverstrebungen, der Holzfußboden ist verlegt. Torsten Bug (38), Marketingleiter beim ausrichtenden Verlag Parzeller, verspricht für die Veranstaltung, die am kommenden Donnerstag, 12. September, beginnt, jede Menge Gaudi.

Auf was dürfen sich die Besucher der zweiten Fuldaer Wiesn freuen?

Bei den Abendveranstaltungen wird dank der Festzelt-erprobten Musikbands ausgelassene Feierstimmung herrschen, gepaart mit traditionellen Elementen wie beispielsweise dem Fassbieranstich durch den Oberbürgermeister am Donnerstag. Tagsüber läuft unser Programm mit heimischen Kapellen und den Stars der Volksmusik wie Marilena, Martin Kofler und Belsy und Florian eher auf der gemütlichen Schiene. Da haben wir dann auch Kaffee und Kuchen im Sortiment. Alle Gäste dürfen sich auf einen liebevoll geschmückten Bierstadl freuen, auf original Oktoberfest-Bedienungen und kulinarische Genüsse – aus der Kulmbacher Brauerei und dem Hause Zuspann. Überall wird beste Qualität geboten.

Im Sport gilt oft das zweite Jahr in der höheren Klasse als das schwerste, gilt diese Aussage anlog zur Wiesn?

Nein, überhaupt nicht. Aus der Ausrichtung der Auftaktveranstaltung vor einem Jahr haben wir sehr viel lernen können. Auf diesen Erfahrungen aus 2012 lässt sich gut aufbauen. Natürlich haben wir in der Nachbetrachtung noch Verbesserungspotenzial gefunden, aber es sind nur mehr kleine Rädchen, an denen wir drehen müssen, um unseren Gästen ein noch besseres Fest bieten zu können. Unser Anspruch ist es, mit jeder neuen Veranstaltung etwas besser zu werden.

Gibt es Vorbilder für die Fuldaer Wiesn?

In erster Linie natürlich die Kulmbacher Bierwoche. Es macht uns schon ein bisschen stolz, dass wir die einzige Veranstaltung sind, die außerhalb Kulmbachs auf das große Festzelt zurückgreifen kann. Mit der Oidn Wiesn in München und dem derzeit laufenden Rosenheimer Herbstfest gibt es zwei weitere Festivitäten, die zu beobachten nicht uninteressant ist.

Apropos Rosenheimer Herbstfest. Dort haben zwei Brauereien ihre Zelte aufgestellt. Ist das eine Option für künftige Fuldaer Wiesn?

Zunächst einmal: Mit der Kulmbacher Brauerei haben wir einen Partner gefunden, mit dem sich super zusammenarbeiten lässt. Diesen Schulterschluss mit den Kulmbachern wollen und werden wir in den nächsten Jahren fortsetzen. Wenn die Fuldaer Wiesn einmal auf eine jahrzehntelange Tradition wie Rosenheim zurückblicken kann, dann bin ich mir sicher, dass es auch ein zweites Festzelt geben wird.

Welches Entwicklungspotenzial steckt denn noch in der Fuldaer Wiesn, zum Beispiel im Hinblick auf Fahrgeschäfte, Veranstaltungsdauer?

Wir wollen keine zweite Festivität etablieren, die dem Fuldaer Schützenfest ähnelt, sondern eine Traditionsveranstaltung für Fulda und den Landkreis schaffen. In unserer Region werden Oktoberfeste meist mit reinen Halligalli-Abendveranstaltungen gleichgesetzt. Wir möchten die Menschen aber auch dazu bringen, am Nachmittag einmal ein paar gemütliche Stunden im Festzelt zu verbringen. Diese Botschaft zu den Besuchern zu transportieren, kostet Arbeit. Natürlich denken wir über Wachstum nach, aber bitte nur in gesunden Schritten. Mittelfristig können wir uns neben der Zeltvergrößerung auch ein längeres Zeitfenster für die Wiesn vorstellen. Gegen ein traditionelles Fahrgeschäft beziehungsweise ein paar historische Buden wäre aus meiner Sicht nichts einzuwenden.

Bei der Kulmbacher Bierwoche steht das Zelt sehr zentral mitten in der Innenstadt. Welche Vor- und Nachteile hat der Fuldaer Wiesn-Standort auf dem Messegelände?

Ein Vorteil an unserem jetzigen Standort ist die vorhandene Infrastruktur mit Wasser, Strom und Toiletten. Auch haben wir auf dem Messegelände Platz, um zu wachsen. Selbstverständlich hat eine stadtnähere Lage vom Ambiente her Vorteile. Als Volksfest ist es schon schön, wenn man nah bei den Leuten ist. In Kulmbach beispielsweise gehen in der Mittagszeit sehr viele Kunden und Geschäftsleute zum Essen ins Stadl. Was man natürlich bedenken muss, die Anwohner haben Festveranstaltungen nicht gerne direkt vor ihrer Haustüre, auch wenn der Fall bei der Fuldaer Wiesn ja anders gelagert ist, weil bei uns spätestens um 24 Uhr Schluss ist.

Derzeit herrscht ein Trend zur Tracht beziehungsweise zur Landhausmode, profitieren Feiern wie die Wiesn oder Oktoberfeste von diesem Zeitstil? Wenn ja, was passiert, wenn Dirndl und Lederhosen aus der Mode kommen?

Meiner Meinung nach beeinflussen sich in unserer Gegend beide Tendenzen. Die Feste werden gerne als Grund dafür herangezogen, in Tracht zu erscheinen. Die Besucher wollen ein paar Stunden in eine heile Welt abtauchen, in der urig und ursprünglich gefeiert wird. Man sehnt sich nach Gemütlichkeit und kehrt der Sterilität der Moderne den Rücken. Dass der Trend zur Tracht in den nächsten Jahren nachlässt, wird wohl nicht passieren. Aus dem einfachen Grund, weil unser Alltag immer schneller und stressiger wird.

Karten

Der Samstagabend bei den Wiesn (14. September), bei dem die Lechschwaben für Stimmung sorgen, ist schon lange ausverkauft. Die allerletzte Chance auf Karten gibt es bei Osthessens Lifestyle- und Trendmagazin Nummer 1, move36 – und das Beste: Die Tickets müssen nicht einmal bezahlt werden. move36 verlost auf seiner Facebook-Seite 4 x 2 VIP-Karten für das Mega-Event. Mit den Tickets verbringen vier Gewinner samt Begleitung den Abend zusammen mit Mitgliedern des move36-Teams an einem VIP-Tisch – Bier und Hendl sind natürlich inklusive.

Die Teilnahme ist ganz einfach: Wer im Internet auf www.facebook.com/mo-ve36 geht, kommt auf die Facebook-Seite von move36 und muss die Verlosungsaktion liken und/ oder kommentieren. Auf die Seite gelangt man auch, indem man nebenstehenden QR-Code mit einem Smartphone scannt. Unter allen, die die move36-Aktion zur Wiesn liken oder ein Statement abgeben, werden die Karten verlost. Die Aktion läuft bis Mittwoch, Die Gewinner werden über Facebook benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.