Fall Lübcke: LKA bestätigt SEK-Einsatz

11. Juni 2019
Kassel / Harlesiel

Im Fall des verstorbenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben sich LKA und Staatsanwaltschaft am Dienstag zu Wort gemeldet und einen SEK-Einsatz in Niedersachsen in Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt bestätigt.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Hessischen Landeskriminalamtes heißt es: „Im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Sonderkommission ‚Liemecke‘ kam es am Samstag, 8. Juni, zu polizeilichen Maßnahmen im Bereich Harlesiel (Niedersachsen).“

Dort – so hatte die „Bild“-Zeitung berichtet – soll ein Polizeieinsatz auf zwei Fähren zur Insel Wangerooge am Samstagnachmittag im Zusammenhang mit dem Fall Lübcke gestanden haben. Laut mehreren Medienberichten seien drei Personen festgenommen worden.

Festgenommene Person von Niedersachsen nach Kassel gebracht

LKA und Staatsanwaltschaft bestätigen auch noch einmal eine Festnahme. Eine Person sei in Gewahrsam genommen worden und „mit dem Ziel der Informationsgewinnung in das Polizeipräsidium Nordhessen nach Kassel verbracht“ worden.

Weiter heißt es: „Bei der dortigen Befragung ergaben sich keine Anhaltspunkte, die eine Tatbeteiligung stützen. Aus diesem Grund wurde die Person in den frühen Sonntagmorgenstunden wieder entlassen.“

Aus polizeitaktischen Gründen sowie zum Schutz der Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht, schreiben Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt.

Wir aktualisieren diese Meldung, sobald Weiteres bekannt ist. / sec, jev

Zusammenhang mit Fall Lübcke? Spekulationen nach SEK-Einsatz

Nach dem tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten sieht es zeitweise nach einem Ermittlungserfolg aus. Doch die Befragung eines in Gewahrsam genommenen Mannes ergibt keine Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung. Und nun?