Landwirt des Jahres 2018: Nicholas Lein (27) aus dem Vogelsberg nominiert

02. Juni 2018
Homberg/Ohm

Junglandwirt Nicholas Lein aus dem Vogelsberg gehört zu den 30 besten Landwirten Deutschlands! Er hat sich für den CeresAward, den nach Veranstalterangaben bedeutendsten Preis für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum, qualifiziert und wird nun den Juroren auf seinem Hof besucht und beurteilt.

Am 18. Oktober hat der 27--Jährige in Berlin die Chance, als Sieger in der Kategorie „Junglandwirt“ oder sogar mit dem Titel „Landwirt des Jahres“ ausgezeichnet zu werden. Lesen Sie nachfolgend in Auszügen eine Pressemitteilung des Deutschen Landwirtschaftsverlags (dlv):

Seit fünf Jahren würdigt der dlv mit dem CeresAward Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und sich dabei ihrer Verantwortung für Mitmenschen, Tiere und Umwelt bewusst sind. Neben dem Gesamtsieger, dem Landwirt des Jahres, werden Sieger in zehn Einzelkategorien (Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin) gekürt. Sie spiegeln die Vielfalt moderner Landwirtschaft wider.

Landwirt des Jahres 2018: Nicholas Lein (27) aus dem Vogelsberg nominiert

Auch in diesem Jahr wuchs die Zahl der Bewerbungen wieder: Mehr als 180 gingen bis zum Anmeldeschluss Ende März beim dlv ein. „Der CeresAward begeistert die Branche. Landwirte nutzen den Preis, um sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu zeigen. Sie wollen der Landwirtschaft ein Gesicht geben und aufklären,“ sagt Dr. Uwe Steffin, Chefredakteur von agrarheute und Kopf des CeresAward.

Auffallend in diesem Jahr seien aber auch Umfang und Qualität der Bewerbungen gewesen. „Nicht wenige Bewerber haben Videos gedreht und die Unterlagen multimedial angereichert. Man sieht, dass viel Zeit und Liebe in die Erstellung der Bewerbungsunterlagen fließt.“

„Landwirt des Jahres": Drei osthessische Bauern haben Siegchancen

Zu den 30 Finalisten gehören Christian Bug, Junglandwirt aus Petersberg, und Christian Hartmann, Milchviehhalter aus Hofbieber. Weiterhin dabei ist Andreas Kornmann, Schweinehalter aus Romrod-Zell im Vogelsbergkreis. Damit kommen drei der vier hessischen Final-Teilnehmer aus der Region. Vierter Hesse im Bunde ist Michael Dörr, Milchviehhalter aus Roßdorf in Darmstadt-Dieburg.

Nicholas Lein ist Finalist in der Kategorie „Junglandwirt“. Weniger ist mehr. Nicht um jeden Preis größer werden. Das Leben beherrschen und Freude an der Arbeit erhalten. Das ist das Prinzip, nachdem Nicholas Lein und seine Familie ihren Hof im hessischen Vogelsbergkreis bewirtschaften. Damit das funktioniert, achten sein Vater und er in jedem Bereich auf Effizienz. Wie die Rädchen in einem Uhrwerk sind die einzelnen Betriebszweige in ihrer Größe perfekt aufeinander abgestimmt.

Da stehen rund 250 Kühe und deren Jungvieh im Stall. Hier gibt es für die Tiere komfortable Liegeboxen und einen großzügigen Erholungsbereich für frisch abgekalbte Kühe. Der Komfort zahlt sich aus: niedrige Tierarztkosten und eine durchschnittliche Jahresleistung von 10.300 Litern Milch. Dazu passt die auf den Hof abgestimmte 75-kW-Biogasanlage. Sie liefert Energie ausschließlich aus Futterresten, Gülle und Mist.

Christian Bug aus Petersberg zum Junglandwirt des Jahres gekürt

Christian Bug (29), Landwirt aus Petersberg, ist Sieger in der Kategorie Junglandwirt des CeresAward 2016, des nach Veranstalterangaben bedeutendsten Preises für Landwirte im deutschen Sprachraum. Der Award wurde am Dienstagabend im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft" in Berlin übergeben.

Vergeben wird der CeresAward in einem zweistufigen Verfahren. Zunächst bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten von Branchenorganisationen, Redakteuren von agrarheute sowie Vertretern des jeweiligen Kategoriesponsors die Bewerbungen. Nur drei Bewerber je Kategorie werden ins Finale gewählt. Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind die Jurorenteams in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und Südtirol in Italien unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen.

Entscheidend sind dabei nach Veranstalterangeben „nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft“.

Schweinehalter des Jahres: Michael Faust aus Großenlüder gewinnt CeresAward

Landwirt Michael Faust (29) aus Großenlüder ist Sieger in der Kategorie „Schweinehalter" des CeresAward 2017, des bedeutendsten Preises für Landwirte im deutschen Sprachraum. Der Award wurde am Mittwochabend im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft" in Berlin übergeben.

Als Preisgeld winken dem Gesamtsieger 10.000 Euro für ein Projekt, welches das Ansehen der Landwirtschaft fördert. Hauptsponsor Deutz-Fahr stiftet zudem 50 Einsatzstunden mit einem Schlepper aus der aktuellen Serie. Die Sieger der Einzelkategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 1000 Euro. Die Sieger werden im Rahmen einer Galaveranstaltung am 18. Oktober 2018 in Berlin verkündet. / sar