Spezialeinsatzkommando SEK
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Das SEK war Teil des Großeinsatzes.

Sohn ruft Polizei

Großeinsatz der Polizei: 49-Jährige vermeintlich entführt

Ein 30-Jähriger hat mit seinem Verdacht, dass seine 49-jährige Mutter entführt wurde, einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Aschaffenburg - Der 30-jährige Sohn meldete am Freitagabend der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg die „offenbare Entführung seiner 49-jährigen Mutter“. Das meldet die Polizei in einer Pressemitteilung. „Sofort eingeleitete Ermittlungen der Polizei führten über Frankfurt nach Aschaffenburg“, heißt es.

Vermeintliche Entführung in Aschaffenburg: Sohn ruft Polizei

Die Mitteilung des Sohnes ließen die Polizei eindeutig auf eine Entführung durch den Lebenspartner schließen. So setzten sich intensive Ermittlungen der Polizei in der Oberpfalz und in Unterfranken in Gang. Im Laufe der Nacht verdichteten sich die Hinweise, dass sich der 34-Jährige mit der Frau aus Furth im Wald in Aschaffenburg aufhalten könnte. Am frühen Samstagmorgen konnte die Polizei ermitteln, dass sich das Paar wohl in einer Wohnung in der Stadelmannstraße aufhält, heißt es vonseiten der Polizei.

Weil die Polizei zu dem Zeitpunkt immer noch davon ausgehen musste, dass die Frau gegen ihren Willen in der Wohnung festgehalten wird, zog der HvD (Höherer Beamter vom Dienst) des Polizeipräsidiums Unterfranken als Einsatzleiter ein Spezialeinsatzkommando und die Verhandlungsgruppe hinzu. Noch vor dem Eintreffen des Einsatzkommandos hatte die Frau jedoch die Wohnung verlassen. Vor der Wohnung traf die Polizei sie an. Kurz nach 7 Uhr verließ auch der 34-Jährige die Wohnung und wurde von dem bereits einsatzbereiten SEK widerstandslos festgenommen.

Frau war freiwillig in Aschaffenburg - Streit führte zu Hilferufen an Sohn

Noch in der Nacht übernahm die Kripo Aschaffenburg die Ermittlungen, die noch weiter andauern. Die ersten Ermittlungen ließen laut Polizei erhebliche Zweifel an einer Entführung aufkommen. Dem Sachstand nach begab sich die Frau wohl freiwillig von Furth im Wald aus zu ihrem Lebenspartner nach Aschaffenburg, meldet die Polizei. Im Verlauf des Abends kam es dort den Ermittlungen nach zu Streitigkeiten, die dazu führten, dass die Mutter bei ihrem Sohn anrief. Die in diesen Anrufen geschilderten vermeintlich dramatischen Szenen führten schließlich dazu, dass der Sohn richtigerweise, wie die Polizei betont, die Beamten informierte - und somit den Einsatz auslöste. 

Ermittlungen gegen Pärchen fahren fort

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg konnte der 34-jährige Lebensgefährte wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Die weiteren Ermittlungen gegen den 34-Jährigen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und auch gegen die 49-Jährige wegen des Tatverdachts der Falschen Verdächtigung, führt die Kripo Aschaffenburg in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

lea

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