Um die vierte Corona-Welle zu brechen greifen in Bayern ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen.
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Um die vierte Corona-Welle zu brechen greifen in Bayern ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen.

Wegen hoher Infektionszahlen

Corona in Bayern: 2G, Sperrstunde und Maske im Sportunterricht - neue Regeln ab Mittwoch

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Bayern droht ein harter Corona-Winter. Mit strengen Regeln will die Politik die vierte Welle brechen und die Lage in den Griff bekommen. Am Dienstag will das Kabinett die angekündigten neuen Gegenmaßnahmen beschließen, am Mittwoch sollen sie in Kraft treten.

München - Die Infiziertenzahl steigt und steigt. Am Montag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 640. Spitzenreiter in Bayern war der niederbayerische Landkreis Freyung-Grafenau. Hier hatten sich binnen einer Woche 1569,8 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert.

Ab Mittwoch treten in Bayern deshalb schärfere Corona-Regeln in Kraft. Darauf hatten sich CSU und Freie Wähler am Freitag verständigt. Auch in Bayerns Nachbarbundesland Hessen sind ab dieser Woche ebenfalls verschärfte Corona-Regeln eingeführt worden. Wie die Regeln sich in den einzelnen Bundesländern unterscheiden, lesen Sie in unserer großen Übersicht.

Für Menschen, die nicht geimpft sind, bedeuten die neuen Regeln in Bayern strikte Kontaktbeschränkungen. Es dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 12 sowie Geimpfte werden nicht mitgezählt. Darüber hinaus gilt fast flächendeckend die 2G-Regel: mit Ausnahme des Handels. Dort gibt es aber eine Obergrenze von einer Person je zehn Quadratmeter Fläche.

Corona in Bayern: Regeln drastisch verschärft - Das gilt ab Mittwoch

Weitere zentrale Punkte: Clubs, Discos und Bars müssen für drei Wochen schließen, Weihnachtsmärkte fallen aus, in der Gastronomie gilt ab 22 Uhr eine Sperrstunde. Kultur- und Sportveranstaltungen darf es nur mit maximal 25 Prozent an Zuschauern geben und mit einer Testpflicht auch für Geimpfte (2G plus).

Schulen und Kitas sollen ungeachtet der Inzidenz weiter offen bleiben. Allerdings muss im Sportunterricht wieder eine Maske getragen werden. Die Neuregelung in Bayern sieht außerdem vor, dass flächendeckend in Kitas und Mittelschulen PCR-Pooltests vorgenommen werden.

Kommt die allgemeine Impfpflicht? Führende Politiker scheinen sich einig

In Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 werden zudem weite Teile des öffentlichen Lebens heruntergefahren. Unter anderem sollen Gastronomie, Beherbergungen sowie Sport- und Kulturstätten schließen.

Ob sich der dramatische Anstieg der Corona-Zahlen mit diesen Maßnahmen schnell stoppen lässt, ist fraglich. Am Wochenende stieß unter anderem der Fraktionschef der Freien Wähler, Florian Streibl, die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht an. Auch Markus Söder hatte das am Freitag mit Blick auf 2022 getan und gesagt: „Ich glaube, dass wir am Ende um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen werden.“

Während die Regeln in Bayern bereits als deutliche Verschärfung anzusehen sind, geht Deutschlands Nachbar Österreich noch einmal einen ganzen Schritt weiter: Am 22. November ist das Land - zunächst für zehn Tage - in einen Lockdown gegangen. (mit dpa-Material)

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