Die Polizei in Unterfranken beendete am Wochenende mehrere Corona-Partys. (Symbolfoto)
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Die Polizei in Unterfranken beendete am Wochenende mehrere Corona-Partys. (Symbolfoto)

83 Verfahren eingeleitet

400 Personen bei Corona-Partys in Unterfranken kontrolliert - Polizei löst Streit zwischen 30 Jugendlichen auf

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Ein 18. Geburtstag, eine Auseinandersetzung zwischen Jugendgruppen sowie zwei private Corona-Partys: Das ist die Bilanz der Polizei in Unterfranken vom Wochenende. Die Beteiligten müssen nun mit Anzeigen rechnen.

Unterfranken - Nach dem Wochenende hat die Polizei in Unterfranken am Dienstag, 16. März, Bilanz gezogen. Trotz der Corona-Pandemie registrierte die Polizisten, die im Einsatz waren und auch Hinweise aus der Bevölkerung erhielten, eine größere Anzahl an Verstößen gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen. Die Verstöße hätten nun Anzeigen zur Folge. 

Insgesamt kontrollierte die Polizei in Unterfranken 400 Personen, heißt es in einer Pressemitteilung. Hierbei wurden gegen 83 Personen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, die der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zur Entscheidung über ein Bußgeld vorgelegt werden. (Lesen Sie hier: Main-Kinzig-Kreis: Polizei löst große Corona-Party auf)

Corona-Partys in Unterfranken: Polizei kontrolliert 400 Personen

Bei den 400 Personen, die kontrolliert wurden, handelte es sich in den meisten Fällen um private Treffen im öffentlichen Raum sowie um „Corona-Partys“. Als Beispiel nannte die Polizei in Unterfranken Treffen in Rauhenebrach, in Kitzingen, in Lohr am Main und in Faulbach. Insgesamt 23 Jugendliche konnten bei einer Feier in einer Hütte am Ortsrand von Rauhenebrach (Landkreis Hassberge) in der Nacht von Samstag auf Sonntag festgestellt werden. Für diese hat das Treffen eine Anzeige zur Folge, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

Bereits am Freitagabend kam es in Kitzingen zu einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Jugendgruppen mit rund 30 Beteiligten am örtlichen „Skaterplatz“. Die Polizeiinspektion Kitzingen ermittelt nun die Hintergründe der Auseinandersetzung und unter anderem mögliche Verstöße nach dem Corona-Infektionsschutzgesetz. 

Trotz Corona-Pandemie: Polizei berichtet von 18. Geburtstag und Treffen im Partykeller

Auch die Lohrer Polizei (Landkreis Main-Spessart) war am Freitagabend im Einsatz, weil den Beamten eine größere Gruppe Jugendlicher auf dem Nägelsee-Schulgelände mitgeteilt wurde. Wegen der Feier eines 18. Geburtstags hatten sie sich dort getroffen. Insgesamt konnte die Polizei sieben Personen aus verschiedenen Hausständen feststellen. Das Treffen hat nun eine Anzeige zur Folge.

Appell der unterfränkischen Polizei:

„Die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes anlässlich der Corona-Pandemie ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu reduzieren.

Bitte halten Sie sich an die geltenden Kontaktbeschränkungen und sprechen Sie auch mit ihren Kindern über die aktuellen Bestimmungen und deren Hintergründe.

Im Rahmen unserer Streife, oder auch wenn wir verständigt werden, müssen wir derartige Treffen im öffentlichen Raum unterbinden und Verstöße auch konsequent zur Anzeige bringen.“

Außerdem wurde die Miltenberger Polizei am Samstagabend zu einer Corona-Party in Faulbach (Landkreis Miltenberg) gerufen. Die Beamten konnten in einem Partyraum neun Personen aus sieben Haushalten antreffen. „Gegen alle Gäste wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet“, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Bereits im Februar hatte die Polizei über zahlreiche Corona-Partys in Unterfranken berichtet. Unter anderem hatten sieben Personen in einer Bar zusammen gefeiert, in Aschaffenburg wurde eine Geburtstagsfeier aufgelöst und es wurden zahlreiche Bußgelder nach Corona-Partys verhängt.

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