Corona-Proteste in Bayern - Gegenprotest in Schweinfurt.
+
Mitglieder der „Schweinfurter Erklärung“ halten beim Bilden einer Menschenkette auf dem Marktplatz die Mindestabstände mit dem Festhalten von Schals ein. Die „Schweinfurter Erklärung“ ist eine Gegenbewegung zu den derzeit stattfindenden „Spaziergängen“.

In Schweinfurt

Zahlreiche Menschen auf der Straße: Wieder Corona-Proteste und Gegendemos in Unterfranken

Im unterfränkischen Schweinfurt sind am Sonntag zahlreiche Menschen aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Außerdem gab es Gegendemos.

Schweinfurt - Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen sind am Sonntagabend erneut zahlreiche Menschen in Schweinfurt (Unterfranken) auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei waren rund 600 Menschen in verschiedenen Gruppen bei nicht angezeigten Versammlungen in der Stadt unterwegs. An zwei angemeldeten Gegendemos auf dem Marktplatz und dem Schillerplatz nahmen am Sonntag laut Polizei insgesamt bis zu 160 Menschen teil.

Die Stadt hatte wegen mehrerer Vorfälle bei früheren Protesten die Regeln verschärft. Unangemeldete Versammlungen dürfen in Schweinfurt nur noch ortsfest sein, also keine Spaziergänge im eigentlichen Sinne. Rund 200 Menschen hätten sich am Sonntag nicht daran gehalten. Sie müssten nun mit Anzeigen wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen. Bereits am 2. Januar hatte es einen Corona-Protest in Schweinfurt gegeben, bei dem die Polizei bei sechs Teilnehmern Messer entdeckte.

Corona in Unterfranken: Zahlreiche Menschen demonstrieren gegen Regeln

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte es in Schweinfurt eine unangekündigte Versammlung gegeben, bei der es zu Aggression und Gewalt gekommen war. Ein vier Jahre altes Kind war durch Pfefferspray leicht verletzt worden, als seine Mutter offenbar die Polizeikette durchbrechen wollte. Bei einer Kundgebung vor Weihnachten hatten Teilnehmer nach Polizeiangaben versucht, ein Zivilfahrzeug der Polizei in Brand zu setzen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema