Der Fahrer eines Audi hat auf der A 70 in Unterfranken mit einer Handfeuerwaffe auf ein anderes Auto geschossen. (Symbolfoto)
+
Der Fahrer eines Audi hat auf der A 70 in Unterfranken mit einer Handfeuerwaffe auf ein anderes Auto geschossen. (Symbolfoto)

Auf anderes Auto geschossen

Nach Schüssen auf der A 70 in Unterfranken: SEK nimmt 22-Jährigen fest - und findet Tatwaffe

Auf der Autobahn 70 in Unterfranken sind am Donnerstag mehrere Schüsse gefallen. Ein Opelfahrer (54) alarmierte die Polizei, weil aus einem Audi heraus auf sein Auto geschossen wurde. Das SEK hat am Freitag einen 22-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.

Update vom 26. September, 17.43 Uhr: Nachdem ein zunächst Unbekannter am späten Donnerstagnachmittag auf der A 70 zwischen Schweinfurt und Bamberg Schüsse auf ein anderes Fahrzeug abgegeben hat, hat die Kriminalpolizei Schweinfurt in der Folge die Ermittlungen übernommen. „Noch am Freitag konnte ein Tatverdächtiger ermittelt und im Raum Erlangen vorläufig festgenommen werden“, wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg mitteilen.

Schüsse auf der A 70 bei Haßfurt: Tatwaffe bei 22-Jährigem gefunden

Über die Staatsanwaltschaft Bamberg sei ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 22-Jährigen im Raum Erlangen erwirkt worden. Zur Unterstützung bei der Durchsuchung wurde auch ein Spezialeinsatzkommando hinzugezogen, berichten die Beamten. Der 22-Jährige konnte am späten Freitagnachmittag widerstandlos festgenommen werden. Die Tatwaffe - nach Polizeiangaben eine Schreckschusspistole - konnte in der Wohnung des jungen Mannes sichergestellt werden.

„Nachdem der Tatverdächtige am Samstagvormittag bei seiner Vorführung vor den Ermittlungsrichter die Tat vollumfänglich eingeräumt und bedauert hat, konnte er nach dem von der Staatsanwaltschaft Bamberg beantragten vorläufigem Entzug seiner Fahrerlaubnis wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr durch das Gericht wieder entlassen werden“, heißt es in der Mitteilung abschließend.

Erstmeldung vom 25. September, 14.44 Uhr:

Haßfurt - Der 54-jährige Fahrer eines Opel Vectra fuhr am Donnerstag gegen 16.50 Uhr auf der A 70 von Schweinfurt kommend in Richtung Bamberg, wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet. In etwa auf Höhe der Anschlussstelle Haßfurt sei dem Fahrer auf der Überholspur der Autobahn eine schwarze Audi-Limousine aufgefallen. Bei dem Audi - laut Polizei ein A4 oder A6 - habe der Unterbodenschutz auf der Straße geschliffen. Außerdem habe die Abdeckung des rechten vorderen Radkastens den Reifen berührt.

„Der Opelfahrer wollte den Audifahrer auf den Fahrzeugdefekt aufmerksam machen und fuhr deshalb auf der rechten Fahrspur neben diesen“, berichtet die Polizei. Da der Fahrer des Audi nicht reagierte, ließ sich der Opel-Fahrer zurückfallen und versuchte, den Audifahrer links zu überholen.

Opelfahrer meldet Schüsse auf der A 70 in Unterfranken: Polizei sucht Zeugen

„Als er mit seinem Fahrzeug fast auf der Höhe des Audi fuhr, streckte der Audifahrer seinen linken Arm aus dem Fenster und schoss zweimal mit einer Handfeuerwaffe in Richtung des Geschädigten“, heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter. Der Fahrer des Opel verständigte sofort die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken, die eine Fahndung nach dem Audi auslöste. Die Beamten haben bei der Überprüfung des Opel keine Einschüsse festgestellt.

Da der Opelfahrer in seiner Vernehmung angab, dass sich während des Vorfalls weitere Fahrzeuge hinter den beiden Autos befanden, bittet die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck mögliche Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Hinweise auf den Audifahrer und sein Fahrzeug mit amtlichem Kennzeichen aus Erlangen geben können, sich unter Telefon (09722) 94440 zu melden.

Lesen Sie hier: Mehrere Anwohner in Künzell melden Schuss-Geräusche nachts im Grezzbachpark. (lio)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema