Nach einem Großbrand in Miltenberg waren 25 Kühe entlaufen, nun konnte auch die letzt wieder eingefangen werden.
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Nach einem Großbrand in Miltenberg waren 25 Kühe entlaufen, nun konnte auch die letzt wieder eingefangen werden.

Alle Jungrinder wieder aufgetaucht

Nach Großbrand in Miltenberg: Polizei schnappt mutmaßlichen Feuerteufel

  • Jessica Vey
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Nach dem Großbrand in Miltenberg hat die Kriminalpolizei den mutmaßlichen Feuerteufel festgenommen. Der Tatverdächtige wurde daraufhin dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Unterdessen konnten alle Jungrinder wieder eingefangen werden.

Update vom 14. Oktober, 17.16 Uhr: Nach dem Brand von rund 1000 Stroh- und Heuballen auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Miltenberg Ende September hatte die Kriminalpolizei die Brandermittlungen übernommen. Ein 20-Jähriger war in der Folge der Ermittlungen in das Visier der Polizeibeamten geraten und hatte sich zuletzt auch in Lügen verstrickt.

Der Beschuldigte wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Der 20 Jahre alte Feuerwehrmann wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Brandexperten prüfen unterdessen auch, ob der Beschuldigte noch für weitere Brandfälle als Verursacher in Frage kommt.

Auf Nachfrage unsere Zeitung bestätigte die Polizeihauptkommissarin Kathrin Thamm, dass alle Jungrinder vom Polizeipräsidium Unterfranken eingefangen werden konnten und keine mehr „flüchtig“ sei.

Verschwundene Kuhherde taucht in Steinbruch auf: Feuerteufel für Großbrand verantwortlich

Update vom 2. Oktober, 15.56 Uhr: Nachdem in der Nacht von Montag auf Dienstag auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Miltenberg etwa 1000 Heu- und Strohballen in Brand geraten waren, hatte die Kripo Aschaffenburg die Ermittlungen hinsichtlich der Ursache des Feuers übernommen.

Nun gibt es nach Angaben der Polizei erste Erkenntnisse: „Derzeit spricht alles für Brandstiftung, weshalb der Sachbearbeiter die Bevölkerung um Hinweise bittet“, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, die zur Klärung des Falles beitragen können, werden gebeten, sich unter Telefon (06021) 8571732 zu melden.

Aufregung in Miltenberg: Brandstifter wohl am Werk - nur noch eine Kuh vermisst

Bei dem Brand war eine Kuhherde (25 Kälber) entlaufen, die in den Folgetagen im Landkreis Miltenberg gesucht wurden. Fünf der Jungrinder waren im Laufe des Dienstags eingefangen worden. 20 Kälber wurden weiter vermisst - bis zum Donnerstag. „Am Donnerstag wurden nach einem hilfreichen Hinweis 19 der Tiere in einem Steinbruch gesichtet und konnten mittels eines Elektrozaunes wieder eingefangen werden. Demnach fehlt aktuell noch ein Jungrind aus der Herde.

Update vom 30. September, 16.22 Uhr: Rund 20 der 25 ausgebüxten Kühe in Miltenberg werden immer noch gesucht. Das berichtet das Polizeipräsidium Unterfranken am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung.

In Miltenberg sind die Kühe aktuell Gesprächsthema Nummer eins. „Jeder rätselt, wo die Tiere sind“, sagt Bianca Siegmann vom Ordnungsamt Miltenberg. Panik breche in Miltenberg allerdings nicht aus. „Es herrscht eher Verunsicherung wegen einer möglichen Brandserie“, so Siegmann, die sich selbst an der Brandstelle ein Bild der Lage gemacht hat. Seit Juli hätten nun schon mehrfach Strohballen in Miltenberg gebrannt. Da Brandstiftung nahe liege, arbeite die Stadt eng mit der Kriminalpolizei zusammen. Ermittlungsergebnisse gibt es laut Siegmann allerdings noch nicht.

Kühe flüchten nach Großbrand in Miltenberg: Polizei hofft weiterhin auf Hinweise

„Die Suche gestaltet sich schwierig, weil die Kühe sich in einem Waldgebiet aufhalten könnten und nicht unbedingt zusammen bleiben“, erklärt Polizeisprecher Björn Schmitt. Ein akribische Suche - wie am Dienstag mit dem Polizeihubschrauber - ist vorerst nicht geplant. „Die Streifen, die in dem Bereich unterwegs sind, halten Augen und Ohren offen“, so der Polizist.

Außerdem werden Bürger weiterhin gebeten, sich bei der Miltenberger Polizei unter Telefon (09371) 9450 zu melden.

Lesen Sie hier: Kälbchen verirrt sich in Tann in einen Pool - Feuerwehr rettet Jungtier.

Erstmeldung vom 29. September, 15.07 Uhr:

Miltenberg - Mit entlaufenen Rindern hat es die Polizei in Unterfranken aktuell zu tun - und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Auslöser war ein Brand im unterfränkischen Miltenberg. 500 Heu- und Strohballen sind in der Nacht von Montag auf Dienstag in Brand geraten. Bei dem Feuer in Miltenberg sind 25 Kühe entlaufen.

Polizei in Unterfranken sucht mit Hubschrauber: Von 22 Rindern fehlt jede Spur

Drei Tiere konnten bei Weilbach bereits wieder eingefangen werden, erklärt die Polizei in einer Mitteilung. Von den übrigen 22 fehlt noch jede Spur. Am Dienstagvormittag hat die Polizei bei der Suche nach den Tieren unter anderem auch einen Polizeihubschrauber im Einsatz.

Video: Immer wieder tödliche Unfälle: So verhaltet ihr euch auf der Kuhweide richtig

Die Miltenberger Polizei bittet dringend um Hinweise, wenn die Kühe gesichtet werden. Wer im Bereich Miltenberg eine oder mehrere der hellbraunen Jungrinder sieht, möge sich unter der Nummer (09371) 9450 bei der Miltenberger Polizei melden.

Die Ursache für den Brand der Heu- und Strohballen ist noch ungeklärt . Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat noch in der Nacht vor Ort die Ermittlungen übernommen. Glücklicherweise kamen weder Menschen noch Tiere durch das Feuer zu Schaden.

Großbrand: 500 Heu- und Strohballen brannten lichterloh

Zunächst war man noch von einem Kleinbrand ausgegangen. Nach dem Eintreffen der ersten Streife der Polizeiinspektion Miltenberg und der Feuerwehrkräfte am Brandort zeigte sich aber schnell ein anderes Bild. Insgesamt rund 500 Heu- und Strohballen brannten lichterloh. Sie lagen auf einer Wiese im Altstadtweg in unmittelbarer Nähe von Gebäuden und einem angrenzenden Wald auf einem Lagerplatz.

Während 30 Feuerwehrleute der Feuerwehren Miltenberg, Breitendiel und Großheubach sowie Kräfte des THW den Brand gemeinsam löschten, waren Polizeikräfte mehrerer Dienststellen damit beschäftigt, die 25 aus einer Halle entlaufenen Jungrinder einzufangen.

Sie wurden dabei bereits von einem Polizeihubschrauber und Einsatzkräften der nachalarmierten Feuerwehr aus Kleinheubach unterstützt. Zur Warnung des Straßenverkehrs wurden Verkehrswarnfunkmeldungen abgesetzt und die Bundespolizei zur Warnung und Sicherung des Schienenverkehrs verständigt. Die Schadenshöhe liegt laut ersten Schätzungen im unteren fünfstelligen Bereich.

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