Hat sich in ihr Amt schnell hineingefunden und in Themen eingearbeitet: Bürgermeisterin Katja Habersack an ihrem Arbeitsplatz im Rathaus.
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Hat sich in ihr Amt schnell hineingefunden und in Themen eingearbeitet: Bürgermeisterin Katja Habersack an ihrem Arbeitsplatz im Rathaus.

Geprägt von Corona-Krise

Motten: Katja Habersack zieht Bilanz nach 100 Tagen als Bürgermeisterin

  • Norman Zellmer
    vonNorman Zellmer
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Katja Habersack feiert Jubiläum: Am vergangenen Sonntag war sie seit genau 100 Tagen Bürgermeisterin von Motten. Die ersten Monate im Amt wurden vor allem durch die Corona-Krise geprägt.

Motten - Was für ein Start: Katja Habersack übernahm das Bürgermeisteramt mitten in der Corona-Krise. Statt die Mottener Bürger bei Festen, Einweihungen, Jubiläen und Antrittsbesuchen in persönlichen Gesprächen kennenzulernen, galten strenge Ausgangsbeschränkungen – Versammlungen und Zusammenkünfte waren beispielsweise untersagt, das Rathaus war geschlossen. Corona-Management war angesagt. „Es war anfangs Krisenmodus“, sagt die 43-Jährige. Eine Eingewöhnungszeit für die neue Rathauschefin hat es quasi nicht gegeben.

Stattdessen mussten in schneller Folge die von übergeordneten Behörden und Ministerien veröffentlichten Coronaverordnungen umgesetzt und eingehalten werden. Neue Strukturen, Konzepte und pragmatische Lösungen seien gefragt gewesen, damit die kleine Kommunalverwaltung trotz Corona weiterarbeiten, das Rathaus wieder öffnen und Gemeinderatssitzungen abgehalten werden konnten. „Die Mitarbeiter waren eine große Unterstützung dabei“, sagt Habersack und lobt deren Flexibilität. Geholfen hat der Neubürgermeisterin, dass sie langjährige Berufserfahrung im Verwaltungsbereich hat und grundlegende Prozesse und Abläufe kennt, und die Entscheidungswege in der kleinen Mottener Verwaltung kurz sind. „Ich weiß, wie Verwaltung tickt.“

Amtsantritt in Corona-Krise: Katja Habersack ist seit 100 Tagen Mottens Bürgermeisterin

Zudem sollte kurz nach dem Amtsantritt der Restart der Schulen nach den Ferien in der zweiten Mai-Woche gelingen, erklärt die Verwaltungsfachfrau. Dabei sei es mitunter um praktische Dinge wie die passende Ausstattung gegangen. Inzwischen sei man so weit, dass mithilfe des Digitalpakts Schule die Digitalisierung in der örtlichen Grundschule angestoßen wurde. Sie soll bis Herbst einen Glasfaseranschluss und ein Wlan-Netz bekommen; alle Schüler sollen dann ein Tablet nutzen können. „Corona hat das beschleunigt“, urteilt Katja Habersack.

Jenseits der Aufgaben, die der Umgang mit der Corona-Pandemie mit sich brachten, blieben Gemeindethemen aktuell. Die Wasserversorgung begleitet Habersack quasi vom ersten Tag an: Die Sanierung des Hochbehälters stand im Frühjahr kurz vor der Fertigstellung; kurze Zeit später veröffentlichte Ergebnisse von Brunnenuntersuchungen ergaben Handlungsbedarf. Außerdem steht eine Modernisierung des Wasserwerks an. „Ich war gleich mittendrin“, sagt die Lüttererin mit Blick auf wichtige Sachthemen für Motten.

Motten: Rathauschefin freut sich auf ungezwungenes Zusammenkommen mit Bürgern

Ähnlich war es bei der Sanierung des Josefsheims, die ihr Vorgänger angestoßen hatte, die Planungen und der demnächst beginnende Bau des neuen Kindergartens, die Einstellung von Bauhofmitarbeitern und die Ortsentwicklung inKothen. In alle Themen habe sie sich schnell eingearbeitet; das werde auch so bleiben, kündigt Habersack an und ergänzt: „Es war ein nahtloser Übergang.“

Geändert hat sich jedoch das menschliche Miteinander: Als Rathauschefin habe sie bislang kaum repräsentative Termine wahrgenommen. Antrittsbesuche bei übergeordneten Verwaltungen gebe es nur „zurückhaltend“. Und wenn, würden sie mit Themen verknüpft. „Man sieht sich anlassbezogen“, sagt Habersack. Für die Zukunft in der Corona-Krise gelte es, „einen Schritt nach dem anderen“ zu machen und gewohnte Wege zu verlassen. Sie hofft, dass die Mottener „noch in diesem Jahr ungezwungen zusammenkommen“ können.

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