Der Fund eines menschlichen Schädelknochens in Marktsteinach (Landkreis Schweinfurt) führte zur Gewissheit in einem Vermisstenfall. (Symbolbild)
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Der Fund eines menschlichen Schädelknochens in Marktsteinach (Landkreis Schweinfurt) führte zur Gewissheit in einem Vermisstenfall. (Symbolbild)

Polizei nennt Details

Tragisches Unglück: Schädelknochen in Marktsteinach gefunden - Vermisstenfall von 2010 geklärt

Der Fund eines menschlichen Schädelknochens im November 2020 in Marktsteinach (Landkreis Schweinfurt) führte zur Gewissheit in einem Vermisstenfall, der vor über zehn Jahren zur Anzeige gebracht wurde. Die Kripo geht von einem tragischen Unglück aus.

Marktsteinach (Landkreis Schweinfurt) - Ein 73-jähriger Rentner aus Schonungen meldete am 18. September 2010 seine demenzkranke Ehefrau als vermisst. Sie kehrte nach einem Spaziergang nicht mehr zurück. „Sofort eingeleitete, mehrere Tage andauernde Suchmaßnahmen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten mit Suchhunden, einem Polizeihubschrauber und weiteren Freiwilligen blieben erfolglos“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Die damals 74-Jährige blieb verschwunden. Jahrelange weiterführende Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt blieben ohne Ergebnis und führten auch zu keinen weiteren Ermittlungsansätzen.

Erst am 29. November 2020 kam laut Polizei wieder Bewegung in den Fall. Ein Jäger entdeckte beim Jagen einen menschlichen Schädel im Wald und informierte die Polizei. Der Schädel wurde in der Nähe eines Spazierweges gefunden, den die Rentnerin laut den Beamten in früheren Jahren zurücklegte. (Lesen Sie hier: Polizeikontrolle in Schweinfurt: 24-Jähriger versteckt Drogen in seiner Unterhose).

Marktsteinach (Landkreis Schweinfurt): Schädelknochen gefunden - Vermisstenfall aus 2010 geklärt 

Aufgrund von Zeugenhinweisen während der Suche nach der vermissten Frau gingen die Polizisten im Jahr 2010 jedoch von einem anderen Spazierweg aus. Dort wurde damals verstärkt nach der Rentnerin gesucht. Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin brachten am Dienstag, 26. Januar, Gewissheit. Bei den sterblichen Überresten handelt es sich um die seit September 2010 vermissten Frau, heißt es in der Mitteilung.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt konnte keine Hinweise auf eine Straftat entdecken. Vielmehr ist laut Polizei davon auszugehen, dass es sich bei dem Tod der Frau um eine tragisches Unglück im Zusammenhang mit deren Krankheit gehandelt hat. (hoß)

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