1. Fuldaer Zeitung
  2. Unterfranken

38-Jähriger ruft selbst Polizei und bedroht Beamte mit Waffe

Erstellt:

Polizei Bayern
Polizei-Einsatz in Unterfranken: Ein 38-Jähriger wählte den Notruf und teilte mit, dass er Schusswaffen dabei hätte. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

Ein alkoholisierter Mann teilte am Donnerstagabend über den Polizeinotruf mit, dass er mehrere Schusswaffen bei sich hätte. Die eintreffenden Beamten bedrohte er daraufhin mit einer täuschend echt aussehenden Pumpgun.

Bad Kissingen - Gegen 21.35 Uhr meldete sich ein 38-Jähriger selbstständig am Polizeinotruf. Er sagte einer Beamtin, dass er sich an der Ludwigsbrücke befinden würde und mehrere Schusswaffen bei sich hätte. „Der Beamtin der Einsatzzentrale gelang es hierbei, den Kontakt zum Anrufer zu halten, was zur Stabilisierung der Situation beitrug“, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

Als eine Streifenbesatzung kurz darauf eintraf, trat der Mann in der Bismarckstraße an die Beamten heran und richtete umgehend seine täuschend echt aussehende Pumpgun auf diese. „Durch die sofortige Androhung des polizeilichen Schusswaffengebrauches und geschicktes kommunikatives Einwirken gelang es den Beamten, den Aggressor zur Aufgabe zu bewegen“, heißt es weiter im Polizeibericht. (Lesen Sie hier: 15-Jähriger schießt in Bad Kissingen mit Schreckschusspistole um sich)

Unterfranken: 38-Jähriger ruft Polizei und bedroht Beamte mit Waffe

Der „merklich alkoholisierte und sich offensichtlich in einer psychischen Ausnahmesituation befindliche Mann“, so die Polizei, legte seine Waffen ab und ließ sich widerstandslos festnehmen. „Verletzt wurde hierbei glücklicherweise niemand, was insbesondere der professionellen Einsatzbewältigung der Kollegin aus der Einsatzzentrale und der Kollegen der Polizeiinspektion Bad Kissingen zu verdanken ist“, so die Polizei. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Kurz nach der vorläufigen Festnahme bekam der Aggressor aufgrund von Vorerkrankungen medizinische Probleme, sodass er durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus nach Schweinfurt eingeliefert wurde. Dort musste der 38-Jährige auch eine durch die Staatsanwaltschaft Schweinfurt angeordnete Blutentnahme über sich ergehen lassen. Am Freitagmorgen erfolgte die Einlieferung in ein Bezirkskrankenhaus.

Bei den drei mitgeführten Waffen handelte es sich jeweils um originalgetreue Nachbauten echter Schusswaffen. Der 38-Jährige muss sich nun unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, der Bedrohung und Verstößen nach dem Waffengesetz verantworten. (ah)

Auch interessant