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Dreifacher Trickbetrug über WhatsApp: Täter erbeuten rund 10.000 Euro

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Trickbetrüger wieder mit Rekordbeute im Nordosten
Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer über WhatsApp und geben sich als Angehörige aus, die sich in einer finanziellen Notlage befinden. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Betrüger haben in Unterfranken mit ihrer Masche über WhatsApp wieder Erfolge erzielt. Sie schrieben mehreren Personen eine Nachricht, gaben sich darin als deren Angehörige aus und täuschten eine finanzielle Notlage vor. Die Täter erbeuteten mehrere tausend Euro.

Aschaffenburg - Am Dienstag und Mittwoch (3. und 4. Januar) waren die Betrüger in insgesamt drei Fällen im Landkreis Aschaffenburg erfolgreich, wie die Polizei in Unterfranken meldet.

Sie kontaktierten ihre Opfer über WhatsApp und gaben sich in allen Fällen als Angehörige aus. Sie schilderten, dringend Rechnungen bezahlen zu müssen und brachten die Geschädigten dazu, insgesamt rund 10.000 Euro zu überweisen.

Unterfranken: Betrug über WhatsApp - Täter erbeuten rund 10.000 Euro

Die Polizei in Unterfranken ermittelt und warnt vor der dreisten Masche, die sich mit einiger Vorsicht relativ leicht durchschauen lasse. „Bei entsprechenden Betrugsfällen erhalten potenzielle Betrugsopfer eine WhatsApp-Nachricht von einer ihnen unbekannten Nummer.

In der Nachricht schreiben die Täter dann beispielsweise: ‚Hallo Oma, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer.‘ Sobald das Opfer auf die Nachricht reagiert wird analog dem bekannten ‚Enkeltrick‘ per Telefon eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, es müsste dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden“, beschreiben die Beamten die Betrugsmasche.

Meist forderten die Täter mehrere tausend Euro. Im weiteren Nachrichtenverlauf werde die Geldforderung darüber begründet, dass ja das eigene Handy kaputt sei und deswegen keine Online-Überweisungen getätigt werden könnten. Es stünde aber eine dringende Rechnung aus, die unbedingt und dringend beglichen werden müsse. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden.

Zu bemerken ist, dass die Betrüger bei der Gesprächsführung auch per Textnachricht äußerst geschickt vorgehen und bei ihren Opfern gezielt Druck aufbauen. Die Masche erscheint so zunächst glaubhaft und führt zur Überweisung des geforderten Geldbetrags. Auffällig ist laut Polizei in einigen Fällen, dass die Eltern mit „Sie“ angesprochen werden. (Lesen Sie auch: Vermeintlicher Sohn in Notlage: Trickbetrüger erbeuten vierstelligen Geldbetrag)

Video: WhatsApp-Betrug - so schützen Sie sich

Die Polizei Unterfranken warnt alle Bürgerinnen und Bürger vor dieser Betrugsmasche. Wer solche Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder nahestehenden Menschen erhält, sollte unter keinen Umständen Geld an ein Bankkonto überweisen - egal ob im In- oder Ausland.

Stattdessen sollte versucht werden, dieses oder auch andere Familienmitglieder telefonisch über die bislang bekannte Nummer zu kontaktieren und zunächst über den Sachverhalt zu sprechen. Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, sollte der Chatverlauf nicht gelöscht und die Polizei verständigt werden. (sob)

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