Rund 80 Ferkel starben bei dem Brand. (Symbolbild)
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Rund 80 Ferkel starben bei dem Brand. (Symbolbild)

Defektes Radlager als Ursache?

Tiertransporter in Flammen - 80 Ferkel sterben auf A3 in Unterfranken

Ein Tiertransporter auf der A3 ist am späten Dienstagabend in Flammen aufgegangen. Tragisch: Für 80 Ferkel endete der Vorfall tödlich.

Abtswind - Wie die unterfränkische Polizei berichtet, hat sich der Vorfall am Dienstagabend gegen 23.45 Uhr auf der A3 in Richtung Nürnberg ereignet. Als nach dem Notruf die erste Streife am Einsatzort eintraf, bot sich den Beamten ein grauenvolles Bild: Der Anhänger des polnischen Transports stand auf dem Seitenstreifen in Flammen. Aus dem Auflieger liefen vereinzelt schwer verletzte Ferkel.

„In dem Tiertransporter befanden sich rund 700 Ferkel. Etwa 30 verletzte Tiere mussten nach veterinärmedizinischer Einschätzung von einem hinzugerufenen Metzger erlegt werden", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Brennender Tiertransporter auf A3: 80 Ferkel sterben

Auch die Beamten blieben nicht außen vor und mussten einige der Tiere erlegen, um sie von ihrem Leiden zu erlösen. Nach derzeitigem Kenntnisstand verloren 80 Tiere ihr Leben. Der Großteil der Tiere konnte allerdings gerettet werden.

Fahrer von Tiertransporten sehen sich in letzter Zeit vermehrter Kritik ausgesetzt. Vertreter von ProVieh fordern eine andere Einstellung zur Nutztierhaltung.

Der ausgebrannte Tiertransportanhänger wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen. Mit der Beseitigung der Tierkadaver wurde eine Spezialfirma beauftragt. Die überlebenden Ferkel wurden durch eine unterfränkische Viehtransportfirma abtransportiert.

Nach ersten Ermittlungserkenntnissen der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried könnte ein defektes Radlager am Sattelanhänger des Tiertransporters für den Brand verantwortlich gewesen sein.

Lesen Sie hier: In Mainaschaff kam es am Tag zuvor zu einem schweren Bahnunfall, bei dem zwei Menschen tödlich verletzt wurden. Außerdem: Brand in Sulzthal - Scheune steht in Vollbrand.

Zu Beginn des Einsatzes war die A3 in beide Richtungen komplett gesperrt. In Fahrtrichtung Nürnberg musste die Vollsperrung bis etwa 6.45 Uhr aufrechterhalten werden. Erst kurz vor 10 Uhr konnte die Fahrbahn wieder in Gänze für den Verkehr freigegeben werden. (akh)

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