Wachsoldaten marschieren hinter einem Stacheldrahtzaun einer Kaserne.
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Drei junge Menschen sind in einer ehemaligen Kaserne in Unterfranken verletzt gefunden worden (Symbolfoto).

Giftige Gase eingeatmet?

Lebensgefahr: Feuerwehr findet drei junge Menschen in ehemaliger Kaserne in der Rhön

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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In einer ehemaligen Kaserne in Unterfranken im Landkreis Rhön-Grabfeld sind eine junge Frau und zwei Junge verletzt worden - die zwei Männer wohl schwer beziehungsweise sogar lebensgefährlich. Sie hatten offenbar giftige Gase eingeatmet.

Mellrichstadt - Wie das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg am Samstagmittag mitteilte, war es am Samstagmorgen in einem ehemaligen Kompaniegebäude in Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) in Unterfranken zu einem großen Einsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gekommen.

Unterfranken: Lebensgefahr - drei junge Menschen atmen in Kaserne giftige Gase ein

Nach ersten Ermittlungserkenntnissen hatten sich im Inneren eines Gebäudes der ehemaligen Hainbergkaserne am Wiesentalgraben in Mellrichstadt drei Personen aufgehalten, die offenbar durch das Einatmen von giftigen Gasen verletzt wurden.

Gegen 9.45 Uhr war über die Integrierte Leitstelle Schweinfurt die Mitteilung über drei verletzte Personen in dem ehemaligen Kompaniegebäude eingegangen. „Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich eine Frau selbst ins Freie gerettet“, sagte Polizeihauptkommissar Björn Schmitt. „Zwei junge Männer befanden sich noch im Gebäudeinneren. Sie war nicht oder nur sehr eingeschränkt ansprechbar.“

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten die 22 und 24 Jahre alten Männer sofort ins Freie und übergaben sie dem Rettungsdienst. Das Alter der Frau gab die Polizei mit 23 Jahren an. „Nach den ersten Erkenntnissen gehen wir aktuell davon aus, dass sich die drei Personen über Nacht gemeinsam in dem leer stehenden Gebäude aufgehalten hatten“, sagte der Polizeisprecher.

Alle drei Verletzten wurden nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen schwebt dem derzeitigen Sachstand nach in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. „Messungen der Feuerwehr ergaben in der Luft im Gebäudeinneren deutlich erhöhte Kohlenmonoxid (CO)-Werte“, berichtete Björn Schmitt. Vieles deute darauf hin, dass die Verletzten giftige Gase eingeatmet hatten.

Video: Kohlenmonoxid-Vergiftung: Wo lauern die Gefahren?

Die Ursache für die erhöhte CO-Konzentration ist bislang allerdings „noch unklar und Gegenstand der andauernden Ermittlungen“. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen übernommen. „Sie überprüft, ob möglicherweise ein Stromaggregat im Inneren des Gebäudes ursächlich für die erhöhten Kohlenmonoxid-Werte war“, erklärte der Sprecher der Polizei.

Im Einsatz an Hainbergkaserne in Mellrichstadt in Unterfranken waren neben den Beamten der Polizeiinspektion Mellrichstadt die Freiwilligen Feuerwehren aus Mellrichstadt und Bad Neustadt, der Gefahrgutzug des Landkreises Rhön-Grabfeld, der Kreisbrandrat, der Rettungsdienst mit vier Rettungswagen, einem Hubschrauber und drei Notärzten sowie ein Fachberater des THW.

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