Kernzonenmonitoring ist eine der Aufgaben der Rhön-Ranger. Hier: Rangerin Amelie Nöth bei der Arbeit.
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Kernzonenmonitoring ist eine der Aufgaben der Rhön-Ranger. Hier: Rangerin Amelie Nöth bei der Arbeit.

Mittler zwischen Mensch und Natur

Neue Ranger für die Rhön: Zukünftig elf Ranger im bayerischen Teil des Biosphärenreservats im Einsatz

Die Rhön Ranger agieren in den Schutzgebieten als Mittler zwischen Mensch und Natur. Mit steigenden Besucherzahlen wird ihre Arbeit immer wichtiger. Deshalb bekommen die Ranger in der bayerischen Rhön ab 1. September Verstärkung.

Oberelsbach/Hammelburg - Ab September werden in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld (Unterfranken) insgesamt elf Rangerinnen und Ranger im Einsatz sein. Unterstützt werden sie von einem Gebietsbetreuer der Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutz, der ebenfalls in diesem Jahr seine Arbeit aufgenommen hat. Dies teilte die Pressestelle des Biosphärenreservats am Mittwoch mit.

„Über Jahrzehnte waren die personellen Kapazitäten des Naturparks, der Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön und des Bund Naturschutz in der bayerischen Rhön sehr begrenzt“, heißt es in der Mitteilung. Die Verwaltungsstelle habe zwei Ranger, die in den Naturschutzgebieten präsent waren. Der Naturpark habe keine Ranger, das Naturschutzgebiet Schwarze Berge, obwohl fast genauso groß wie die Lange Rhön, keine eigene Gebietsbetreuung gehabt.

Unterfranken: Elf neue Ranger für die Rhön - Biosphärenreservat stockt auf

Innerhalb von eineinhalb Jahren habe sich diese Situation grundlegend und zum Besseren gewandelt. Seit dem 1. Januar 2020 verfügt der Naturpark Bayerische Rhön über eigene Ranger: Daniel Scheffler und Amelie Nöth sind den Rhönern bereits als Ranger bekannt. Ab dem 1. September 2021 werden sich dann insgesamt vier Naturpark-Rangerinnen und -Ranger, zwei im Landkreis Rhön-Grabfeld (Daniel Scheffler und Martina Faber) und zwei im Landkreis Bad Kissingen (Amelie Nöth und Leonard Helfrich), um die Bereiche Naturschutz, Landschaftspflege und naturschutzrelevante Forschung sowie Besucherlenkung, Naturerholung und Informationsarbeit und kümmern. (Lesen Sie hier: Unterstützung bei der Pflege - Tanner Diakonie hilft im Biosphärenreservat Rhön)

Wie die Pressestelle mitteilt, erhält aufgrund eines neuen EU-Förderprogramms zudem die Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats fünf zusätzliche Rangerinnen und Ranger, von denen sich einer der Kommunikation im Internet und in den Social Media annimmt, während sich die vier anderen mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Naturpark die Arbeit im Gelände teilen werden.

Wachsames Auge auf die Schutzgebiete - Rhön Ranger im Einsatz

Zu guter Letzt hat die Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutz zum 1. April 2021 vom Bayerischen Naturschutzfonds eine halbe Stelle für einen Gebietsbetreuer für das NSG Schwarze Berge bewilligt bekommen. Diese Aufgabe hat Dipl.-Biologe Karl-Heinz Kolb, kein Unbekannter in der Rhön, übernommen. (Lesen Sie hier: Urlaubsziel Rhön: Damit lockt das Mittelgebirge Touristen an)

„Natürlich werden die Ranger auch ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Schutzgebietsverordnungen haben“, teilte das Biosphärenreservat mit. In sensiblen Gebieten müssten Spielregeln gelten, nicht anders als im Straßenverkehr. Dabei gelte immer: Information und Aufklärung stehen an erster Stelle. (akh)

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