Bei einer Betrugsmasche mit Kryptowährungen wurde ein 67-Jähriger aus Aschaffenburg um mehrere hunderttausend Euro gebracht.
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Bei einer Betrugsmasche mit Kryptowährungen wurde ein 67-Jähriger aus Aschaffenburg um mehrere hunderttausend Euro gebracht.

Über drei Jahre

Betrug mit Kryptowährungen: 67-Jähriger verliert mehrere hunderttausend Euro

Ein Mann aus dem Raum Aschaffenburg ist von Betrügern aus dem Ausland um mehrere hunderttausend Euro gebracht worden. Bei der Masche handelte es sich um Anlagebetrug mit Kryptowährungen.

Unterfranken - Ein 67-jähriger Mann aus dem Raum Aschaffenburg ist einer perfiden Vorgehensweise von Anlagebetrügern im Internet aufgesessen. Dies berichtete die Polizei Unterfranken in einer Pressemitteilung. Demnach hatte der Mann bereits im Jahr 2018 mehrere zehntausend Euro an eine Online-Handelsplattform in der Hoffnung überwiesen, größere Gewinne durch steigende Kurszuwächse bei Kryptowährungen wie Bitcoin zu erzielen.

„Als er sich die vermeintlichen Gewinne auszahlen lassen wollte, wurde er seitens der unbekannten Täter wiederkehrend und unter stets neuen Ausflüchten vertröstet, dass dies nicht möglich sei“, teilte die Polizei mit. Während der 67-Jährige seinen investierten Betrag fast schon verloren geglaubt hatte, geschah etwas Ungewöhnliches.

Unterfranken: Mehrere Hunderttausend bei Betrug mit Kryptowährung verloren

Ende des Jahres 2020 hörte der Mann telefonisch erneut von den Betrügern. Diesmal gaben sie vor, einem „regierungsnahen Unternehmen“ anzugehören. Dieses Unternehmen würde in europaweiter Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaften den Geschädigten solcher unseriöser Plattformen helfen, wieder an ihr Geld zu gelangen.

„Die Vorgehensweise klang für das Opfer glaubhaft - nicht zuletzt, da seitens der Täter detailreiche Erklärungen hierfür vorgetäuscht wurden. So sollte der Mann beispielsweise weitere sogenannte „Wallets“, also Online-Konten für Kryptowährungen, eröffnen und mit bestimmten Geldbeträgen befüllen“, schildert die Polizei. (Lesen Sie hier: Polizei warnt vor erpresserischen E-Mails)

Die angeblichen Gründe hierfür lägen darin, dass sonst der Verdacht der Geldwäsche aufkommen könnte, so die Täter. Zu allem Übel hatten sich die Kriminellen per Fernwartungsprogrammen Zugriff auf den Rechner des 67-Jährigen erschlichen, indem sie vorgaben, bei den komplexen Buchungen und Vorgängen helfen zu wollen.

Betrugsmaschen mit Kryptowährungen - Polizei in Aschaffenburg verfolgt 41 Fälle

Dadurch bot sich den Tätern die Gelegenheit verschiedenste Geld-Transaktionen durchzuführen. Auf diese Weise erbeuteten die Betrüger über einen Zeitraum bis ins Jahr 2021 mehrere hunderttausend Euro bei ihrem Opfer.

Den Betrug erkannt, suchte sich der Betrogene anwaltlichen Rat und erstattete schließlich Anzeige bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg. Die Ermittlungen zu dem Fall wurden aufgenommen und dauern an.

In der Vergangenheit hat die Polizei bereits mehrfach über die Vorgehensweise von Internetkriminellen berichtet und gewarnt. Neue Anpassungen an der Masche führen allerdings dazu, das auch weiterhin Menschen auf die Taktiken hereinfallen. „Nicht immer ist die Schadensumme derart hoch. Allerdings wurden allein im Raum Aschaffenburg dieses Jahr bereits 41 ähnlich gelagerte Fälle polizeilich bekannt“, teilte die Polizei mit. (akh)

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