Trickbetrüger haben zwei Seniorinnen um Unterfranken um 80.000 Euro gebracht. (Symbolfoto)
+
Trickbetrüger haben zwei Seniorinnen um Unterfranken um 80.000 Euro gebracht. (Symbolfoto)

Polizei warnt

Druck mit Corona-Masche: Trickbetrüger bringen zwei Seniorinnen um 80.000 Euro

Mit besonders dreisten Maschen haben Trickbetrüger zwei Seniorinnen im Kreis Würzburg in Unterfranken um ihr Erspartes gebracht. Insgesamt erbeuteten die Diebe rund 80.000 Euro.

Würzburg - Wie die Polizei in Unterfranken mitteilt, haben die Betrüger am Dienstag zugeschlagen. Die zwei um ihr Erspartes gebrachten älteren Damen übergaben das Geld im Glauben, geliebten Angehörigen aus einer misslichen Lage helfen zu müssen.

Eine Seniorin aus Kürnach im Landkreis Würzburg hatte am Dienstagvormittag einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten erhalten: Ihr Sohn müsse ins Gefängnis, weil er einen tödlichen Unfall verursacht habe. Im Glauben, ihrem Sohn zu helfen, übergab die Frau eine „Kaution“ an einen Boten. Laut Polizei war der unbekannte Geldabholer etwa 25 Jahre alt, 1,65 Meter groß und dunkel gekleidet. (Lesen Sie hier: Main-Kinzig-Kreis: Seniorin mit Enkeltrick überlistet - Sie verliert große Summe Bargeld an Betrüger)

Unterfranken: Zwei Seniorinnen sitzen Trickbetrug auf - Diebe erbeuten 80.000 Euro

Die Seniorin realisierte erst im Nachhinein, dass sie einem Betrüger aufgesessen war. Ähnlich ging es einer älteren Dame aus dem Stadtgebiet Würzburg. Sie wurde von einem Mann angerufen, der sich als ihr schwer an Covid-19 erkrankter Sohn ausgab. Er benötige Geld für dringend benötigte Medikamente. In der Folge riefen weitere Personen an, die sich als Ärzte ausgaben und auf die Aushändigung vor Bargeld drängten, mit dem die neuartigen Medikamente aus dem Ausland bezahlt werden müssten.

Verhaltenstipps der Polizei bei Trickbetrügern am Telefon

- Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz oder ob tatsächlich ein entsprechender Fall vorliegt.

- Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren.

- Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch holt die Polizei bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen.

- Die Täter können mittels Call-ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl).

- Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen.

- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.

Schließlich gab die Seniorin dem Druck nach und holte ihre Ersparnisse aus einem Bankschließfach. Diese übergab sie einem angeblichen Assistenten des behandelnden Arztes. Erst hinterher nahm die Frau Kontakt mit ihrem Sohn auf und erkannte, dass sie betrogen worden war. Erst als die Dame Kontakt mit ihrem Sohn aufnahm bemerkte sie, dass die Geschichte erlogen und ihre Ersparnisse verloren waren. (sko)

Das könnte Sie auch interessieren