Brand im Hauptsmoorwald bei Bamberg
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Ein 66-Jähriger lag eine Nacht verletzt im Wald. (Symbolfoto)

Unfall beim Walken

Hilflos und allein eine Nacht im Wald gefangen - Jäger findet 66-Jährigen mit Beinbruch

Ein 66-Jähriger hat sich beim Walken im Wald das Bein gebrochen und konnte alleine nicht zurück nach Hause. Er musste die Nacht in der Kälte verbringen. Ein Jäger fand ihn am nächsten Morgen.

Gräfendorf - Ein Mann war am Donnerstagabend, 27. Mai, im Wald bei Gräfendorf (Landkreis Main-Spessart) beim Walken verunglückt und hatte sich eine Fraktur am Bein zugezogen. Der 66-Jährige lag die Nacht über verletzt im Wald, bevor er nach über zehn Stunden glücklicherweise von einem Jäger gehört und im Rahmen eines Einsatzes von Feuerwehr und Polizei letztendlich gefunden werden konnte.

Ein Jäger hörte gegen 5 Uhr am Freitagmorgen, 28. Mai, im Wald nördlich von Gräfendorf in Unterfranken Hilferufe, berichtet die Polizei. Weil der Jäger im Wald keinen Empfang hatte, fuhr er näher an die Ortschaft heran und verständigte dann umgehend die Rettungsleitstelle.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei starteten sofort mit der Suche nach der offensichtlich hilflosen Person im Wald, schildern die Beamten. Zunächst mussten sie die Stelle finden, von wo aus die Person um Hilfe rief, um dort zu suchen. Eine Streife der Polizeiinspektion Lohr am Main fand gegen 6.15 Uhr östlich der Schondra endlich den verletzten 66-Jährigen. (Lesen Sie hier: Nach Streit um Fahrpreis schlagen vier Jugendliche auf Taxifahrer ein)

Unterfranken: Eine Nacht im Wald gefangen - Jäger findet 66-Jährigen mit Beinbruch

Obwohl der Wald in diesem Bereich wegen Baumfällarbeiten und quer über den Wegen liegender Bäume gesperrt worden war, hatte der ortskundige Walker am Vorabend diese Strecke gewählt und war beim Übersteigen eines gefällten Baumes gestürzt, erklärt die Polizei. „Dabei hatte er sich offenbar eine Beinfraktur zugezogen“, erklären die Beamten. Der 66-Jährige konnte den Wald nicht ohne Hilfe verlassen und saß fest.

Der Walker trug nur dünne Sportbekleidung und musste die Nacht bei einstelligen Temperaturen im Wald verbringen. Er war demensprechend stark unterkühlt, als er gefunden wurde. In einer aufwändigen Rettungsaktion wurde der 66-Jährige mit einer Vakuummatratze im unwegsamen Gelände von Feuerwehreinsatzkräften und Forstmitarbeiter zum Rettungswagen getragen. Anschließend kam der Mann in eine naheliegende Klinik, erklärt die Polizei. (lea)

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