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28.000 Euro teure Baumaßnahme soll Wallenrod künftig vor Hochwasser bewahren

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wallenrod - Im Juni 2014 ereignete sich über Wallenrod ein heftiges Gewitter mit Starkregen, das dazu führte, dass in dem Lauterbacher Stadtteil zahlreiche Keller überflutet wurden, so dass die Feuerwehr Schwerstarbeit verrichten musste. Eine Renaturierung der Musel soll künftig solche Schäden verhindern.

Von unserem Mitarbeiter Alfed Hahner

Überflutet wurden auch entlang des kleinen Baches Wiesen und Ackerflächen, so dass kleine Seen entstanden. Der Ortsbeirat wandte sich 2014 an den Magistrat der Kreisstadt mit der Bitte, Maßnahmen für den Hochwasserschutz zu ergreifen. Der Magistrat griff die Bitte auf, und Dr. Janßen vom der städtischen Bauverwaltung erstellte einen Plan, die Musel auf einer Strecke von 550 Metern durch Abflachung der Ufer naturnah umzugestalten.

Zu beiden Seiten des Bachs wird auf einer Breite von fünf Metern der Boden abgegraben, um ein flaches Ufer anzulegen. Der Bach, der je nach Wasserstand ein bis zwei Meter breit fließt, wird nach der Umgestaltung zwölf Meter breit fließen können.

Durch diese Aufweitung kann die Musel auch bei Starkregen die Wassermassen besser aufnehmen und speichern und nachdem in wenigen Jahren anzupflanzende Bäume sich entsprechend entwickelt haben, auch das Wasser langsamer abfließen lassen. Die Planung wurde im Oktober 2014 der Oberen Naturschutzbehörde in Gießen vorgestellt.

Da die Umgestaltung des Gewässers auch dazu beiträgt, den Lebensraum wildlebender Tier deutlich zu´verbessern, erklärte die Naturschutzbehörde im Sommer 2015, dass diese Gewässerrenatuierung als sogenannte „Naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme“ anzuerkennen ist. Das bedeutet, dass die Kosten in Höhe von 28.000 Euro mit Mitteln aus „Ersatzzahlungen“ zu 100 Prozent finanziert werden. Im Februar wurden bereits die Bäume an der Musel hochgeastet. Der September wurde als Bauzeit deshalb gewählt, um den anfallenden Mutterboden auf abgeerntete Felder aufbringen zu können.

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