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Polizei stoppt Transporter - Überholmanöver mit Mähdrescher auf der A5

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Gefährliche Aktion: Obwohl ein Großraumtransporter einen Mähdrescher geladen hatte, überholte er auf der A5 im Vogelsberg.
Gefährliche Aktion: Obwohl ein Großraumtransporter einen Mähdrescher geladen hatte, überholte er auf der A5 im Vogelsberg einen anderen Lkw. © Polizei

Nach einem gefährlichen Überholmanöver hat die Polizei auf der A5 im Vogelsberg einem Transporter die Weiterfahrt untersagt. Doch es blieb nicht bei dem einen.

Alsfeld - Beamte der Autobahnpolizei aus Bad Hersfeld mussten am Montagmittag, 10. Januar, gleich zwei Transportern auf der A5 im Vogelsberg die Weiterfahrt untersagen. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde ein Transporter aus Polen auf einem Parkplatz angehalten.

Dieser war zuvor auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Homberg (Ohm) und Alsfeld-West ohne Begleitfahrzeug unterwegs gewesen und dies sei „vorschriftswiedrig“, teilte die Polizei mit.

Der Sattelzug mit Teleskopanhänger war mit einem fabrikneuen Mähdrescher beladen. Wegen seiner erheblichen Überbreite und Überlänge sei er der Polizei auffällig geworden. Aber nicht nur deshalb, sondern auch, weil er damit auf der zweispurigen Autobahn einen anderen Lkw mit überhöhter Geschwindigkeit überholt hatte. (Lesen Sie hier: 140 Ferkel mehr als erlaubt: Polizei stoppt Sattelzug)

A5: Polizei stoppt Transporter - Überholmanöver mit Mähdrescher

Während der polizeilichen Maßnahme fuhr dann allerdings ein weiterer Großraumtransport auf die Rastanlage Pfefferhöhe, wie er selbst den erfahrenen Autobahnpolizisten in dieser Form noch nicht untergekommen war, berichtete die Polizei. Ein überlanger Lastzug aus dem Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen hatte auf der Ladefläche seines Anhängers ein Stahl-Schiebetor stehend verladen, das sich während der Fahrt auf der Ladefläche sichtbar bewegte und gleichzeitig nach vorne deutlich über den Anhänger hinausragte (siehe Foto).

Einem Lkw untersagte die Polizei im Vogelsberg die Weiterfahrt, weil auf ihm ein Stahl-Schiebetor stehend verladen und völlig unsicher verladen war.
Einem Lkw untersagte die Polizei im Vogelsberg die Weiterfahrt, weil auf ihm ein Stahl-Schiebetor stehend verladen und völlig unsicher verladen war. © Polizei

Der Lastzug wurde durch die Polizei deshalb umgehend am Parkplatzrand kontrolliert. Wegen der bestehenden Überlänge konnte mit diesem Gespann in den normalen Lkw-Parkbuchten der Rastanlage nicht geparkt werden.

Wie sich dann herausstellte, war die verwendete Transportfahrzeugkombination für das beförderte Metalltor völlig ungeeignet war. Wegen des enormen Überhanges der Ladung nach vorne mussten die hinteren Bordwände des LKW vor Fahrtbeginn demontiert werden, teilte die Polizei außerdem mit.

Das auf nur einem einzigen schmalen Metallfuß stehende und in sich flexibel gelagerte Schiebetor war mit beschädigten Gurten zu sichern versucht worden und konnte deshalb auf dem Anhänger von Hand hin und her bewegt werden. (Lesen Sie hier: Polizei stoppt Lkw mit Langholz nahe der A5)

Bußgeld und Punkte: Autobahnpolizei leitet Verfahren ein

Es bestand damit, neben der Gefahr eines Ladungsverlustes, gleichzeitig, wegen des großen Ladungsüberhanges nach vorne, eine hohe Gefährdung des Gegenverkehrs bei Kurvenfahrten außerhalb der Autobahnen. Wie sich zudem herausstellte, verfügte der 46-jährige Fahrer aus Rumänien auch nicht über die für diesen Transport gesetzlich vorgeschriebene Berufskraftfahrerqualifikation. Auch hier hieß es deshalb: Zwangspause mit Polizei-Sicherungskralle.

Beiden Transporten konnte am nächsten Tag die Weiterfahrt gestattet werden. Dem Ersten, weil das Begleitfahrzeug eingetroffen war, dem Zweiten, weil er mit einem Autokran entladen worden war. Das Tor ging nun liegend auf einem geeigneten Tieflader auf die Weiterreise. Auch der Mähdrescher konnte nun weiterbefördert werden.

Die Autobahnpolizei hat gegen die verantwortlichen Fahrer und Transportunternehmer Bußgeldverfahren eingeleitet. Dreistellige Bußgeldbeträge und Punkteeinträge im Fahreignungsregister in Flensburg seien zu erwarten, so die Polizei. (sec)

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