Anstatt der erlaubten Maximalbreite von 2,55 Meter, war der beanstandete Sattelzug 2,80 Meter breit.
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Anstatt der erlaubten Maximalbreite von 2,55 Meter, war der beanstandete Sattelzug 2,80 Meter breit.

Weiterfahrt untersagt

Falsch beladen und zu breit: Polizei legt Lkw auf Parkplatz „Eifa“ an der A5 still

Die Polizei Bad Hersfeld hat am Dienstag um 10.30 Uhr einen Sattelzug mit Planenaufbau auf dem Parkplatz „Eifa“ an der A5 kontrolliert. Der Sattelzug war den Beamten zuvor durch Beladungsfehler und eine dadurch entstandene Überbreite aufgefallen.

Alsfeld - Wie die Polizei mitteilt, geriet der polnische Lkw in den Fokus der Beamten, weil sich in dessen seitlichen Planen verschiedenste Formen von Ladungsgegenständen abzeichneten und diese die Planen nach außen ausbeulten. Der Sattelanhänger war nach Angaben des 51-jährigen Fahrers in Frankreich mit Paketen eines Versandhandelsunternehmens beladen worden.

Bereits vor der Übergabe sei der Anhänger dort verplombt worden, teilte der ukrainische Fahrer laut Polizei mit. Die bis fast unter die Laderaumdecke verladenen Kartonagen waren dabei allerdings nicht bündig gestapelt, sondern offenbar ungeordnet durch die geöffnete Dachplane in den Lkw hineingeworfen worden. Dies stellt laut Polizei einen Verstoß gegen die Ladungssicherungsvorschriften für schwere Nutzfahrzeuge dar. (Lesen Sie hier: Zufahrt zum Hoherodskopf gesperrt: Autofahrer zerstören Acker und parken wild).

Polizei legt Lkw auf Parkplatz „Eifa“ an der A5 still: Beladungsfehler und Überbreite

Durch die extreme Ausbeulung der Seitenplanen des Lkw nach außen war eine Überbreite entstanden. Anstatt der erlaubten Maximalbreite von 2,55 Meter, war der beanstandete Lkw ladungsbedingt 2,80 Meter breit.

Die Öffnung der beiden Seitenplanen zu Kontrollzwecken war laut Polizei unmöglich, da die Ladung zu stark in die Aufbauten drückte. Die beiden Hecktüren konnten hingegen geöffnet werden, da die Ladung nach hinten mit einer Konstruktion aus Sperrstangen und Pappe zusätzlich gehalten wurde. Hierdurch konnte der Laderaum durch die Beamten zumindest teilweise eingesehen werden. Neben dem Durcheinander war erkennbar, dass durch die unzulässige Beladeweise des Anhängers ein erheblicher Teil der beförderten Kartons beschädigt worden war.

Kartons offenbar ungeordnet durch Dachplane in den Lkw geworfen

Die Weiterfahrt des Sattelzuges wurde seitens der Autobahnpolizei wegen des verkehrswidrigen Zustandes untersagt und dessen vollständige Umladung angeordnet. Diese Umladung musste von Hand erfolgen und dauerte deshalb mehr als einen ganzen Tag lang. Danach konnte der 51-jährige Fahrer seine Fahrt fortsetzen. (hoß)

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