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Analyse zeigt: Alsfelder Trinkwasser steht Flaschenwasser in nichts nach

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Fotos: Philipp Weitzel
Fotos: Philipp Weitzel

Alsfeld - 15 Tiefbrunnen, 11 Wasserspeicher und 170 Kilometer an Rohrleitungen: Für die Trinkwasserversorgung hält die Stadt Alsfeld mit den Stadtwerken eine umfangreiche Infrastruktur vor.

Aus diesem Grund musste bereits in 2001 im Stadtteil Elbenrod eine Wasseraufbereitungsanlage mit einem sogenannten Ionenaustauscher installiert werden. Eine andere Variante der Prävention zur landwirtschaftlichen Düngung mit Stickstoff im Wasserschutzgebiet wird in Hattendorf angewandt. Durch eine Kooperation mit den örtlichen Landwirten wird der Boden regelmäßig beprobt und dann gezielt gedüngt. „Der Nitratgehalt im Grundwasser ist nachweisbar gesunken, die Landwirte hatten zudem keine Mindererträge die zu Ausgleichszahlungen führten“, fasste Merle den Erfolg zusammen.

Die Stadt Alsfeld investiert und unterhält die Infrastruktur für das Trinkwasser ständig. Ohne Personalkosten werden in diesem Jahr rund 730.000 Euro in die Unterhaltung des Wassernetzes gesteckt, weitere 1,5 Millionen Euro sind für neue Investitionen in den Jahren 2018 und 2019 eingeplant. So sollen beispielsweise die Wasserleitungen in der Schellengasse, am Lieden und in der Zollhausstraße erneuert werden.

Wesentliche Anlagenteile der fünf Tiefbrunnen nahe dem Romröder Stadtteil Ober-Breidenbach wurden erst im Vorjahr für rund 700.000 Euro erneuert, sie versorgen die Alsfelder Kernstadt sowie die Stadtteile Altenburg, Angenrod, Billertshausen, Eifa, Eudorf, Leusel Liederbach, Münch-Leusel, Reibertenrod und Schwabenrod mit Wasser.

Wann es die erste Trinkwasserversorgung über Rohrleitungen in Alsfeld gab, ist bei den Stadtwerken unbekannt. „Vermutlich um das Jahr 1900 gab es die ersten Leitungen aus Metall“, so Merle. Bei Bauarbeiten wurden in Alsfeld aber auch schon deutlich ältere Wasserleitungen aus Holz gefunden. Eine der ältesten Alsfelder Wasserleitungen liegt heute in der Schaufußgasse, sie ist aus Gusseisen und stammt etwa aus dem Jahr 1910. / pw

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