Bernd Wahl, Vorsitzender der Gemeindevertretung (von links), Dirk Eckerscham vom gleichnamigen Ingenieurbüro, Bauunternehmer Edmund Caspar, Bürgermeister Olaf Dahlmann und Bauamtsleiter Michael Seifert beim Spatenstich.
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Bernd Wahl, Vorsitzender der Gemeindevertretung (von links), Dirk Eckerscham vom gleichnamigen Ingenieurbüro, Bauunternehmer Edmund Caspar, Bürgermeister Olaf Dahlmann und Bauamtsleiter Michael Seifert beim Spatenstich.

Spatenstich für neues Baugebiet

Dreimal mehr Bewerber als Bauplätze in Angersbach

Projekt auf der Zielgeraden: Am Ortsrand von Wartenberg-Angersbach entsteht das neue Baugebiet „Helmsgründchen“. 21 Grundstücke wird eine Lautertaler Firma im Auftrag der Gemeinde erschließen. Für den Start griffen am Freitag die Beteiligten zum Spaten.

Angersbach - „Die Zeichen in Wartenberg stehen weiter auf Wachstum: Die Nachfrage nach Bauplätzen ist hoch, deshalb ist es wichtig, dass es jetzt losgeht“, sagte Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann (SPD) erfreut. In den vergangenen Monaten sei die Liste der Interessenten für einen Bauplatz immer länger geworden und umfasse rund 50 Bewerber – umgerechnet sind das dreimal mehr als es Bauplätze gibt.

15 Bauplätze werden sich im allgemeinen Wohngebiet, sechs weitere im Mischgebiet befinden. Dort ist sogenanntes nicht störendes Gewerbe, aber auch Wohnen zulässig.

Spatenstich für die Erschließung neuer Bauplätze in Angersbach

Bernd Wahl (FWGW), Vorsitzender der Wartenberger Gemeindevertretung, betonte: „Die Gemeindevertretung ist erfreut darüber, dass die Schaffung dieses Neubaugebietes zeitnah und ohne Hindernisse umgesetzt werden konnte. Es ermöglicht Bauinteressenten im privaten und gewerblichen Bereich im Ortsteil Angersbach sesshaft zu werden.“

In die Erschließung des rund 3,24 Hektar großen „Helmsgründchen“ investiert die Gemeinde voraussichtlich rund 750.000 Euro. Die geplanten Baukosten belaufen sich dabei auf rund 640.000 Euro, wobei Kanal und Wasserleitung mit 260.000 und 107.000 Euro zu Buche schlagen. Die Errichtung der Baustraße wird mit 270.000 Euro beziffert.

„Wir bauen zuerst lediglich eine Baustraße und sehen den Endausbau dann vor, wenn die meisten Bauherren ihr Gebäude fertiggestellt haben“, erklärte Dahlmann. Nach jetzigem Zeitplan werden die Tiefbauarbeiten für Kanal und Wasser voraussichtlich im Frühsommer 2021 beendet sein, sodass die neuen Eigentümer dann mit dem Hausbau beginnen können.

Familien sollen bei Vergabe der Bauplätze bevorzugt werden

„In den kommenden Wochen werden rund 2000 Kubikmeter Boden ausgehoben und abtransportiert, 21 Hausanschlüsse gelegt und rund 1500 Meter Baustraße errichtet“, sagte Planer Dirk Eckerscham.

Aktuell laufen in der Gemeinde die letzten Vorbereitungen für die Vermarktung der gemeindlichen Bauplätze. Wegen der starken Nachfrage wird es nach Auskunft des Rathauses erstmals Kriterien für die Vergabe der gemeindlichen Wohnbaugrundstücke geben. Hierüber berät die Gemeindevertretung in der kommenden Sitzung.

Laut Bürgermeister Dahlmann werden im vorliegenden Entwurf insbesondere im Haushalt lebende Kinder, ehrenamtliches Engagement sowie der erstmalige Erwerb von Eigentum berücksichtigt. „Damit setzen wir ein deutliches Zeichen und unterstreichen unsere Familienfreundlichkeit“, so Dahlmann. Ähnliche Vergabekriterien gibt es unter anderem in Neuhof und Großenlüder.

Damit auch künftig Neubaugrundstücke zur Verfügung stehen, wurde im Wartenberger Rathaus zudem mit vorbereitenden Arbeiten und ersten Vorprüfungen zur möglichen Ausweisung eines Neubaugebietes in Landenhausen begonnen. (nz)

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