„Traum und Wirklichkeit – alte und neue Heimat“ war der Titel eines Konzertprogramms mit Flüchtlingen unter der musikalischen Leitung von Anka Hirsch. / Foto: Martin G. Günkel

Aufführung des Flüchtlingskonzerts: Ausgelassenes Sommerfest trotz herbstlicher Temperaturen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Lauterbach - Trotz beinahe herbstlicher Temperaturen war das ein schönes und ausgelassenes Sommerfest, als das Programm „Traum und Wirklichkeit – alte und neue Heimat“ seine Lauterbacher Aufführung erlebte. Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern gaben vor der Beratungsstelle „B:24“ ein vielgestaltiges Konzert,

Dabei kamen verschiedene musikalische Stilelemente zusammen. Die Lauterbacher Cellistin, Pianistin und Ensembleleiterin Anka Hirsch hatte das Konzert mit den Teilnehmern vorbereitet. Beim Lauterbacher Prämienmarkt gaben die Musiker und Darsteller eine Vorpremiere, ehe sie das Programm im Juni in Wetzlar präsentierten. Diese Wetzlarer Aufführung war die Eröffnung des „Jugend-Kultursommers“ im Rahmen des „Mittelhessischen Kultursommers“.

Hirsch hatte das Projekt gemeinsam mit Heike Hohmann von der „B:24“ und Lauterbachs Stadtjugendpfleger Andreas Goldberg auf die Beine gestellt – unterstützt von Norbert Ludwig, Kristina Höhle, Bettina Lorenz und Norbert Roth. Der interne Arbeitstitel des Projekts lautete „Yallah-Yallah-Ratz-Fatz-DAZ-Projeckt“. „Yallah-Yallah“ bedeutet so etwas wie „Los, auf geht’s“. „Ratz-Fatz“ ist ein Wortspiel bezogen auf „DAZ“ („Deutsch als Zweitsprache“). Die Schreibweise „Projeckt“ wählte die Gruppe laut Anka Hirsch als humoristisches Element.

Flüchtlinge als König von Deutschland

Musik mit Gesang und mit Trommeln, mit einer Gitarre und einer Ud (eine arabische Kurzhalslaute), mit Keyboard und mit Saxophon – all das gehörte zu dieser Begegnung musikalischer Welten. Kleine Theaterszenen gehörten auch dazu. In einer davon sprachen einzelne junge Flüchtlinge darüber, was sie täten, wenn sie König von Deutschland wären.

Viel orientalische Musik war zu hören. Ihre Traumata der Flucht thematisierten einige der Teilnehmer mit einem ironischen Blues-Stück, mit dem sie signalisierten, dass sie sich das Lachen nicht verderben lassen wollen. Als das Konzert nach ungefähr einer Stunde vorbei war, war die Tanzbühne eröffnet – und wurde rege genutzt. / mgg

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